Vom Stadion ins Restaurant: DSC-Profi eröffnet eigenes Lokal

Thomas Manolis (li.) und Christopher Nöthe (re.) wollen das "Restaurant 1550" wieder neu aufbauen.
Thomas Manolis (li.) und Christopher Nöthe (re.) wollen das "Restaurant 1550" wieder neu aufbauen.

Bielefeld - DSC-Stürmer Christopher Nöthe (29) hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Nach seiner schweren Knieverletzung im April hat er das Mannschaftstraining wieder aufgenommen (TAG24 berichtete). Die Zeit bis zum Comeback hat der Fußballer für etwas Besonderes genutzt.

Anfang Dezember will er mit seinem neuen Geschäftspartner Thomas Manolis (31) in Bielefeld ein griechisches Restaurant eröffnen. Dafür soll es nicht irgendein Lokal sein, sondern das bekannte leerstehende "Restaurant 1550" in Brackwede, das im Januar Insolvenz angemeldet hatte.

In Zukunft trägt der Laden den Namen "Patron via 1550". Geführt werden soll es von Thomas Manolis, der ursprünglich Önologe (Weinbauer) gelernt hat und zuletzt als Geschäftsführer des Restaurants seiner Eltern gearbeitet hat.

Über diesen Weg entstand auch der Kontakt zu Nöthe, sowie zum Eigentümer des leerstehenden Lokals, Walter Göke. Bei einem Besuch Gökes in dem "Marathon"-Restaurant, das von der Familie Manolis seit 30 Jahren in Senne betrieben wird, fragte er die Familie, ob sie das Lokal neu aufbauen wollen.

Thomas Manolis wird die Geschicke im Alltag leiten.
Thomas Manolis wird die Geschicke im Alltag leiten.

Die Eltern haben abgewunken, aber ihr 31-jähriger Sohn Thomas hat an dem Gedanken gefallen gefunden.

Für sein Vorhaben konnte er letzten Endes auch Christopher Nöthe gewinnen, der mit Frau und Kind seit zweieinhalb Jahren in Senne wohnt und gerne in das griechische Restaurant geht.

So haben sich die beiden Geschäftspartner kennen- und schätzen gelernt. "Ich gehe auf die 30 zu, da macht man sich langsam schon Gedanken, was nach dem Fußball kommen könnte", sagt Nöthe der Neuen Westfälischen.

Für ihn sei es eine spannende Herausforderung, da er bereits eine kaufmännische Ausbildung habe. "Ich kann meine Kenntnisse auffrischen, was Neues dazulernen und schauen, ob die Gastronomie auf Dauer was für mich ist", erklärte der Angreifer in seiner neue Rolle.

Der Laden wird ein wenig umgekrempelt. Ein neues, helleres Design soll eingebaut werden. Zudem gibt es ein neues Köche-Team, das eigens aus Griechenland engagiert wurde.

Um alle zwei bis drei Monate eine neue Karte aufzubieten, fliegt Nikolas Logaris ein, der in Griechenland ein bekannter Fernsehkoch und Ausbilder ist. "Es soll ja keine Langeweile aufkommen", sagt der 31-Jährige und lacht.

Auch der Eigentümer Walter Göke ist überzeugt, "dass dieses Konzept im ehemaligen 1550 funktioniert."


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