Arminia Bielefeld stürmt den Betzenberg: 2:0-Sieg gegen Kaiserslautern

Mit breiter Brust zur 1:0-Führung: Andreas Voglsammer jubelt über sein sechstes Saisontor.
Mit breiter Brust zur 1:0-Führung: Andreas Voglsammer jubelt über sein sechstes Saisontor.  © DPA

Bielefeld - Das Auswärtsspiel von Arminia Bielefeld in dem einstigen Fußall-Tempel Betzenberg gegen den 1.FC Kaiserslautern war für DSC-Trainer Jeff Saibene (49) etwas ganz besonderes. Es war das erste Duell auf internationaler Ebene zwischen zwei Trainern aus Luxemburg.

Seit September steuert die Luxemburger Legende Jeff Strasser (43) die Geschicke in der Pfalz. Um dieses Spiel zu gewinnen, hat Saibene am Sonntag dreifach an der Startelf gedreht.

Für Henri Weigelt (19) kehrte der zuletzt gesperrte Kapitän Julian Börner (26) zurück in die Innenverteidigung. Konstantin Kerschbaumer (25) kam für Patrick Weihrauch (23) in die Formation und Last-Minute-Torschütze Lenadro Putaro (20) rückte für seinen verletzten Kumpel Keanu Staude (20) auf den rechten Flügel.

In der neunten Minute musste Saibene ein erstes Mal durchatmen, als sich der FCK sauber in den Strafraum kombinierte und nur an dem glänzend parierenden DSC-Keeper Stefan Ortega (25) scheiterte.

In der Folge erhöhten die Gäste den Druck auf das Schlusslicht der Liga. Erst vergab Andreas Voglsammer (25) freistehend, nachdem Fabian Klos (29) einen Ball erkämpft hatte, und im Anschluss Kerschbaumer, dessen Schuss zur Ecke geblockt wurde.

Kurz darauf hat Voglsammer mehr Glück gehabt (26.): Ortega schlug einen langen Ball, den der Stürmer überragend verarbeitete und mit einem strammen Schuss zum 1:0 vollendete. Da sah die Abwehr der Pfälzer ganz blass aus.

Manuel Prietl (re.) und Florian Dick haben sich einen echten Fight mit dem FCK geliefert.
Manuel Prietl (re.) und Florian Dick haben sich einen echten Fight mit dem FCK geliefert.

Zur Halbzeit blieb es bei der überaus verdienten Führung für die Ostwestfalen. In allen Belangen waren die Gäste den Lauterern überlegen.

Unverändert kamen die Teams aus der Kabine. Ebenso gleich blieben zunächst die Kräfteverhältnisse auf dem Platz. Die Bielefelder dominierten zu Beginn der Hälfte das Heimteam.

In der 60. Spielminute hatte Julian Börner einen Hochkaräter, um die Führung zu erhöhen. Nach einem lupenreinen Konter hätte er in den Rückraum auf die mitgelaufenen Klos und Voglsammer spielen müssen. Dafür fehlte ihm das Auge und er brachte die Murmel zu scharf in den Sechzehner.

Plötzlich wurde der FCK immer stärker und setzte die Arminia immer weiter unter Druck. Die Lauterer witterten ihre Chance und kamen immer gefährlicher in Richtung Ortegas Tor.

Sieben Minuten vor Schluss setzte Saibene ein deutliches Zeichen. Nachdem schon Torschütze Voglsammer für Sören Brandy (32) vom Platz ging, kam mit Brian Behrendt (26) ein weiterer Verteidiger für Sturmtank Fabian Klos. Der Luxemburger wollte den Auswärtssieg mit aller Macht verteidigen.

Bis zur letzten Sekunde in der vierminütigen Nachspielzeit drängte der FCK gnadenlos auf den Ausgleich. Dann gelang es der Arminia einen letzten Konter zu setzen und durch den Österreicher Kerschbaumer den Deckel drauf zu machen.

Er vollendete mit der letzten Aktion des Spiels den 2:0-Siegtreffer. Die Schwächephase der zweiten Hälfte blieb unbestraft, sodass Bielefeld nun auf Platz der Tabelle vorrückt.

DSC-Trainer Jeff Saibene (49) jubelte mit seinem Team über den 2:0-Sieg.
DSC-Trainer Jeff Saibene (49) jubelte mit seinem Team über den 2:0-Sieg.  © DPA

Titelfoto: DPA


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