Aus dem Schacht hinaus ans Licht: Neuer Spielertunnel für Erzgebirge Aue!

Die Handwerker haben bis zum Schluss am neuen Spielertunnel gearbeitet. Er ist dem Eingang eines Bergarbeiterstollens nachempfunden.
Die Handwerker haben bis zum Schluss am neuen Spielertunnel gearbeitet. Er ist dem Eingang eines Bergarbeiterstollens nachempfunden.  © Picture Point/S. Sonntag

Aue - Wenn sich WM-Schiedsrichter Dr. Felix Brych (München) am Sonntag den Ball schnappt, betreten die Spieler durch das Mundloch den Rasen. Stollenmundloch - in der Bergmannssprache ist das die Bezeichnung für den Eingang eines Stollens an der Tagesoberfläche, quasi die Schachtöffnung.

Da hat sich der Verein etwas tolles ausgedacht, umgesetzt und schlussendlich auch finanziert. "Der Weg von den Kabinen hinaus aufs Feld ist dem Eingang eines Stollens nachempfunden. Nichts passt besser zum Verein als solch ein Gang", freut sich FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

Gleichzeitig ist dieses Accessoirs eine Hommage an die eigene Region. "Der Gegner muss gleich wissen, wo er ist", schmunzelt Voigt.

FCE-Trainer Thomas Letsch ist begeistert vom neuen Spielertunnel und hofft, dass seine Mannen die Eröffnung der ganzen Tribüne auch als Motivation für sich herauszieht.

So cool beleuchtet sieht das Mundloch bei Spielen aus.
So cool beleuchtet sieht das Mundloch bei Spielen aus.  © Thomas Nahrendorf

"Ich habe das schon zu meinem Amtsantritt vor knapp acht Wochen gesagt: Hier entsteht etwas, das neue Stadion kann und wird uns pushen. Die neue Haupttribüne ist ein Meilenstein. Bis Dezember werden weitere dazukommen. Für uns ist das eine einmalige Situation, die wir für uns rein von emotionaler Ebene nutzen sollten", so der 48-Jährige.

Ohnehin geht der Coach davon aus, dass seine Jungs nach dem Elf-Minuten-Einsatz in der Vorwoche in Heidenheim mit den Hufen scharen. "Das war schon eine nicht alltägliche Situation. Du bist angespannt, arbeitest sechs Wochen auf diese Stunde hin und wirst so ausgebremst. Aber ich denke, die Mannschaft hat das gut weggesteckt, sie hat vieles mit Humor genommen", sagt Letsch.

Nun sei sie wieder voll fokussiert auf die schwere Aufgabe gegen die Fortuna. Und auch das ist kurios: Die Saison beginnt für Aue gegen das Team, gegen das die alte Saison endeten.

Am 21. Mai feierten beim 1:0 der Düsseldorfer beide Teams den Klassenerhalt. Am heutigen Sonntag wird es wohl nur eine tun - der FCE will mit einem Sieg zurück in den Schachteingang, ins Mundloch.

Die Anspannung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Sofern das Wetter will, geht es für Thomas Letsch und den FCE am heutigen Sonntag los.
Die Anspannung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Sofern das Wetter will, geht es für Thomas Letsch und den FCE am heutigen Sonntag los.  © Picture Point/S. Sonntag

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