Glückstreffer in der Nachspielzeit: Arminia siegt 2:1 gegen Regensburg

Grenzenloser Jubel beim DSC: Keanu Staude (li.) erzielte den 1:1-Ausgleich.
Grenzenloser Jubel beim DSC: Keanu Staude (li.) erzielte den 1:1-Ausgleich.  © DPA

Bielefeld - Zum Saisonauftakt empfing der DSC Arminia Bielefeld auf heimischem Rasen den Aufsteiger Jahn Regensburg. Von Beginn an war in der gesamten Mannschaft eine starke Energie zu spüren. Am Ende reichte es für einen glücklichen 2:1-Sieg.

Das Trainerteam Jeff Saibene und Carsten Rump setzte im ersten Spiel auf eine Elf, die so zu erwarten war. Fabian Klos startete neben Andreas Voglsammer in der Spitze und die Neuzugänge Konstantin Kerschbaumer und Nils Teixeira rückten in die Startelf.

Die komplette erste Phase im Spiel gehörte dem DSC, der zahlreiche Halbchancen kreierte. In der achten Spielminute gab es den ersten Hochkaräter: Jahn-Keeper Philipp Pentke verließ seinen Strafraum und verlor den Ball. Das Tor war komplett leer, doch kein DSC-Akteur konnte das Leder im Netz unterbringen.

Fortan spielte Arminia weiter druckvoll, allerdings gelang den Gästen aus Bayern das erste Tor des Tages. Marco Grüttner spielte einen exakten Ball durch die aufgerückte DSC-Viererkette auf Jann George, der frei vor Stefan Ortega Moreno nur zum 1:0 einschieben musste (8.).

Bielefeld ließ sich jedoch nicht beirren und behielt die Oberhand. In der 39. Spielminute wurde der Aufwand belohnt: Julian Börner gewann im Zentrum einen Zweikampf und schickte Eigengewächs Keanu Staude in Richtung Strafrum. Aus etwa 18 Metern schloss der 20-Jährige ins untere linke Eck zum 1:1 ab.

Fabian Klos im Kopfballduell mit Jahn-Spieler Alexander Nandzik.
Fabian Klos im Kopfballduell mit Jahn-Spieler Alexander Nandzik.  © DPA

Kurz vor der Halbzeit gab es nochmal die Hundertprozentige für die Bayern. Nach einem Eckball von Arminia konterte Regensburg so gefährlich, dass Jahn-Kapitän Grüttner komplett frei vorm Tor auftauchte und kläglich scheiterte.

Die erste Halbzeit endete mit einem gerechten 1:1, obwohl die Gäste die klarere Chance zur Führung hatte. Unverändert kamen beide Teams aus der Kabine.

Vor ausverkaufter Südtribüne neutralisierten sich beide Gegner zunächst komplett. Die furiose erste Hälfte hatte wohl ihren Preis gekostet und beide Teams wollten zunächst aus einer kompakten Defensive agieren.

In der 58. Spielminute ergab sich für Arminia die erste Großchance in Hälfte zwei. Christoph Hemlein setzte sich auf dem rechten Flügel durch, brachte die Flanke in die Mitte, wo sich Klos und Voglsammer gegenseitig beim Abschluss störten und auch Staude im Nachschuss kein Glück hatte.

Nur zehn Minuten später setzte der äußerst dynamisch agierende Fabian Klos einen satten Linksschuss an den Außenpfosten. Hier fehlten nur Zentimeter zur 2:1-Führung.

Hier vergibt Keanu Staude eine Großchance.
Hier vergibt Keanu Staude eine Großchance.  © DPA

Auch der Aufsteiger scheiterte am Aluminium. Nach einer Flanke von Sebastian Nachreiner stand Grüttner erneut völlig frei vorm Tor. Doch sein Kopfball landete am Querbalken des DSC-Kastens (75.).

In den letzten Spielminuten offenbarten beide Teams große Räume zwischen ihrer Offensive und Defensive. Immer wieder gelang es beiden Zweitligisten sauber zu kombinieren und ins letzte Drittel zu kommen.

Kurz vor Ende gab es ein hartes Einsteigen von Neuzugang Nils Teixeira gegen Alexander Nandzik, das von Schiedsrichter Sven Jablonski mit glatt Rot bestraft wurde (83.). Zuvor verlor Fabian Klos den Ball leichtfertig, sodass der Rechtsverteidiger keinen Ausweg mehr als die Grätsche sah.

In den letzten zehn Minuten wurden die Arminen von über 17.000 gekommenen Fans lautstark nach vorn gepeitscht und unterstützt. Am Ende wurden Anhänger und Mannschaft belohnt.

Nach einem kuriosen Fehler vom Regensburger Marvin Knoll, war der kurz zuvor eingewechselte Neuzugang Andraz Sporar zur Stelle und lupfte den Ball über Jahn-Keeper Pentke zum 2:1-Siegtreffer ins Tor (90.).

Ein unglaublich glücklicher Sieg für den DSC Arminia Bielefeld. Die letzten zehn Minuten in Unterzahl und ein großer Bock vom Gegner reichen für den Auftaktsieg.


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