DSC-Neuzugänge sorgen für Lacher: "Bielefeld gibt's halt nicht"

Bielefeld - Rund 1300 Fans des DSC Arminia Bielefeld hatten es sich am Freitagabend nicht nehmen lassen, beim ersten öffentlichen Training des Zweitligisten einen Blick zu riskieren. Gleich sechs Neuzugänge standen am Ende der Einheit noch Rede und Antwort.

Vor 1300 Fans trainierten die Profis das erste Mal öffentlich.
Vor 1300 Fans trainierten die Profis das erste Mal öffentlich.

Dabei waren sich alle einig: Die Gespräche mit den Verantwortlichen des Vereins hatten die Spieler letztlich von einem Wechsel zum DSC überzeugt. "Das Gesamtpaket hat einfach gestimmt und die Mannschaft hat mich gut aufgenommen", sagte Max Christiansen (21), der im defensiven Mittelfeld spielt.

Jóan Símun Edmundsson (26), Nationalspieler für die Färöer Inseln, konnte bereits 2016 einen Eindruck vom DSC bekommen, als er beim Probetraining war. "Jetzt war das Timing richtig", sagte er. Da weder die Faröer Inseln noch Deutschland bei der WM in Russland (noch) dabei sind, tippt er übrigens auf Brasilien als Weltmeister.

Für einige Lacher sorgte das Gespräch von Stadionmoderator Sebastian Wiese mit Prince Osei Owusu: Er sagte, dass er "positiv überrascht" von der Stadt gewesen sei. Warum? "Bielefeld gibt's halt nicht." Autsch, der Spruch kommt in der Stadt nicht gut an, aber weil er neu ist, wurde es schnell verziehen und drüber gelacht.

Mit seinen 21 Jahren ist der Stürmer schon sehr professionell: Seit vier Wochen ist er in Bielefeld und hat "die größte Zeit mit dem Trainieren verbracht." Sein Ziel für die Saison: "Ich will auf meine Minuten kommen und ein gestandener Profi werden. Dazu habe ich hier die beste Chance. Ich weiß, dass ich hier groß rauskommen kann."

Stadionmoderator Sebastian Wiese löcherte die Neuzugänge mit Fragen.
Stadionmoderator Sebastian Wiese löcherte die Neuzugänge mit Fragen.

Keeper Philipp Klewin (24) kam vom Drittligisten Rot-Weiß Erfurt zum DSC und hat einen "unheimlich kompetenten Torwarttrainer" an der Seite.

Dieser soll verhindern, dass er weitere "schlaflose Nächte" wie nach dem Tor des Monats April 2015 von Christoph Hemlein hat. Arminias Ex-Rechtsaußen hatte Klewin in der letzten Aufstiegssaison mit einem 60-Meter-Traumtor überwunden.

Während Hemlein in der kommenden Saison bei den "Roten Teufeln" in Kaiserslautern spielt, kommt Nils Seufert (21) von dort nach Bielefeld. Sein letztes Spiel mit dem FCK fand in der SchücoArena statt, sein Ex-Verein stieg ab. Trotzdem: "Die Stimmung war überragend."

Vor seinem Wechsel zum DSC ist Cédric Brunner (24) schweizer Pokalsieger geworden, ein "unglaublich schöner Abschied." Er ist das erste Mal im Ausland: "Ich war da mein gefühltes ganzes Leben. Jetzt freue ich mich aber, dass ich etwas neues kennenlernen darf. Die Fans kann man nicht vergleichen mit der Schweiz. Da hatten wir im Training so zwei bis drei Zuschauer."

Übrigens: Christiansen und Klewin sind noch auf Wohnungssuche! Letzterer möchte mit seiner kleinen Familie gerne im Grünen wohnen.


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