Davari, Nöthe & zwei Trainer: Das sind die Verlierer der Saison

Keeper Daniel Davari war zuletzt nicht mal mehr im Kader.
Keeper Daniel Davari war zuletzt nicht mal mehr im Kader.

Bielefeld - Wo es im Fußball Gewinner gibt (TAG24 berichtete), muss es natürlich auch Verlierer geben. Beim DSC Arminia Bielefeld gibt es einige Akteure, die in der Saison 2016/17 entweder gar nicht einschlagen konnten oder aber erst später keine Rolle mehr spielten.

Rüdiger Rehm (38) & Jürgen Kramny (45):

Nach dem plötzlichen Abgang von Norbert Meier im Sommer 2016 übernahm Rüdiger Rehm den Posten des Cheftrainers in Bielefeld. Im Oktober wurden er und sein Co-Trainer Mike Krannich nach zehn Spielen ohne Sieg wieder entlassen. Mittlerweile ist Rehm erfolgreich bei Wehen Wiesbaden in der dritten Liga.

Auch Jürgen Kramny, der mit dem VfB Stuttgart in die Zweite Bundesliga abgestiegen war, konnte den DSC nicht vor der Abstiegszone retten. Vom 15. November bis 14. März 2017 war er Cheftrainer, sein Vertrag hätte sich bei Klassenerhalt um eine Saison verlängert. Kramny ist aktuell vereinslos.

Daniel Davari (29):

"Hesl raus! - Davari rein!", mussten sich die Verantwortlichen lange anhören. Daraufhin wurde ab dem 24. Spieltag auf der Torwartposition getauscht. Nach acht Spielen und schweren Fehlern zuletzt gegen Greuther Fürth, die dem DSC in der Nachspielzeit drei sicher geglaubte Punkte kosteten, musste Davari wieder für Wolfgang Hesl Platz machen.

Am 32. Spieltag fuhr der DSC ohne Davari nach Bochum, Ersatzkeeper auf der Bank war der 20-jährige Nikolai Rehnen. Als die ganze Mannschaft am letzten Spieltag, egal ob die Spieler im Kader standen oder nicht, nach Dresden fuhr, um die Jungs auf dem Platz zu unterstützen, war von Davari nichts zu sehen. Sein Vertrag läuft aus und wird mit Sicherheit nicht verlängert.

Seit dem 26. Spieltag war Sebastian Schuppan kein Thema mehr.
Seit dem 26. Spieltag war Sebastian Schuppan kein Thema mehr.

Florian Dick (32):

Einen schlimmeren Saisonstart hätte sich der Rechtsverteidiger nicht vorstellen können: Nur ein einziges Mal kam er 60 Minuten lang zum Einsatz, wurde im Winter dann ganz aussortiert und sollte sich nach einem neuen Verein umschauen. "Es war schwierig und tat auch weh. So eine Zeit habe ich im Fußball noch nicht erlebt", sagt er rückblickend.

Als Trainer Jeff Saibene nach Bielefeld kam, wurde Dick für sein Durchhaltevermögen und den Einsatz im Training belohnt. Der 32-jährige verpasste ab dann nur das Saisonfinale in Dresden wegen einer Gelbsperre. An allen anderen Spieltagen war er neunzig Minuten lang gesetzt.

Fabian Klos (29):

Lebensversicherung, hundertprozentige Identifikation mit dem Verein, unangefochtener Kapitän: Für viele kann Arminia Bielefeld nicht ausgesprochen werden, ohne in einem Atemzug auch Fabian Klos zu nennen. Der Stürmer hat den Verein auch in dieser Saison mit seinen 13 Toren in der Liga gehalten. Trotzdem setzte Jeff Saibene ihn auf die Bank.

Um das Spiel unberechenbarer zu gestalten, kam Klos ab dem 27. Spieltag nur noch zu Joker-Einsätzen. Dass ihm das nicht reicht, zeigt auch der Gesprächsbedarf, den er bei Geschäftsführer Samir Arabi gemeldet hat. Der DSC wird ihn nicht abgeben, eine Ablöse liegt für die meisten außerhalb des Möglichen. Alles hängt jetzt davon ab, wie Jeff Saibene weiter mit ihm plant.

Zwei lange Verletzungspausen: Für Christopher Nöthe lief diese Saison einfach nichts.
Zwei lange Verletzungspausen: Für Christopher Nöthe lief diese Saison einfach nichts.

Christopher Nöthe (29):

Niemanden hat das Verletzungspech in der Saison so verfolgt wie Linksaußen Christopher Nöthe. Mitte September kugelte er sich die Schulter aus und musste sich einer Operation unterziehen. "Sonst hätte es eine dauerhafte Instabilität gegeben", so Vereinsarzt Dr. Andreas Elsner.

Nach einer langen Pause konnte er die Spieltage 18 bis 27 bestreiten, zog sich dann aber gegen Düsseldorf einen Kreuzbandriss sowie eine Außenband- und Meniskusverletzung im rechten Knie zu. Der 29-Jährige wurde daraufhin wieder operiert und fällt über einen sehr langen, noch unbestimmten Zeitraum aus.

Manuel Junglas (28) & Sebastian Schuppan (30):

Für Linksverteidiger Sebastian Schuppan und Mittelfeldspieler Manuel Junglas begann die Saison vielversprechend. Beide kamen zu ihren Einsätzen in der Startelf und waren bis Spieltag 26 mehr oder weniger gesetzt. Doch mit Trainer Jeff Saibene kam für beide die Wende.

Im ersten Saibene-Spiel in Würzburg wurden beide ausgewechselt und konnten den Trainer nicht nachhaltig überzeugen. Auf ihren jeweiligen Positionen wurden sie von Florian Hartherz (24), Manuel Prietl (25) und Salzburg-Leihe Reinhold Yabo (25) verdrängt. Ob ihre auslaufenden Verträge verlängert werden, ist noch nicht bekannt.

Neben sechs Neuverpflichtungen steht auch die Verkleinerung des Kaders im Mittelpunkt für die neue Saison (TAG24 berichtete). Wer auch in der Spielzeit 2017/18 in Schwarz-Weiß-Blau aufläuft, wird die Sommerpause zeigen.

Manuel Junglas kam gegen Stuttgart noch zu einem Einsatz, danach musste er auf der Bank bleiben.
Manuel Junglas kam gegen Stuttgart noch zu einem Einsatz, danach musste er auf der Bank bleiben.

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