Arminias Arabi demütig: "Es verbietet sich, Luftschlösser zu bauen"

Samir Arabi weiß, dass der DSC auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Samir Arabi weiß, dass der DSC auf fremde Hilfe angewiesen ist.

Bielefeld - Ist endlich Rettung in Sicht? Erst vor kurzem konnte der finanziell angeschlagene DSC Arminia Bielefeld dank einer Finanzspritze einen drohenden Punktabzug abwenden (TAG24 berichtete).

Die Schulden in Höhe von 22 Millionen Euro sind damit aber längst nicht beglichen. Deshalb soll ein Verbund namens "Bündnis Ostwestfalen" ein Finanzpaket schnüren. Daran beteiligt sein sollen unter anderem die Bielefelder Unternehmen Dr. Oetker und Schüco. Gemeinsam wollen sie den Schuldenhaufen auf unter 10 Millionen abtragen.

Am Donnerstag sollen sich die Beteiligten in Halle bei Gerhard Weber, Gründer von Gerry Weber und gleichzeitig treibende Kraft im DSC-Finanz-Geschehen, getroffen haben, um Details zu besprechen.

Samir Arabi wollte sich allerdings nicht konkreter äußern, wie er gegenüber dem Westfalen-Blatt deutlich macht: "Wir begegnen der bekundeten Hilfsbereitschaft namhafter und traditionsreicher ostwestfälischer Unternehmen mit Demut", so der Sport-Geschäftsführer.

"Wir wissen, dass wir in einer Situation sind, in der wir auf fremde Hilfe angewiesen sind. Insofern verbietet es sich, Luftschlösser zu bauen. Darüber hinaus sind die Gespräche und Verhandlungen nicht abgeschlossen."

Es ist nicht das erste Mal, dass der Verein in den letzten Jahren auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Vor fast genau acht Jahren konnte eine drohende Insolvenz nur dank finanzstarke Geldgeber wie unter anderem Gerhard Weber abgewendet werden.

Auch 2014 sah es nicht besser aus: Das Land NRW erteilte dem Hilfe-Gesuch des Clubs allerdings eine Absage. Durch Erfolge im DFB-Pokal habe der damalige Drittligist genügend Prämien abgestaubt.


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