Unglaublich: DSC wollte diesen Weltmeister nach Probetraining nicht

Philipp Lahm (33) hat fast alles gewonnen, was es als Fußballprofi zu gewinnen gibt.
Philipp Lahm (33) hat fast alles gewonnen, was es als Fußballprofi zu gewinnen gibt.  © DPA

Bielefeld - Mit 18 Jahren kickte Philipp Lahm beim DSC Arminia Bielefeld vor. Doch für den damaligen Trainer Benno Möhlmann war er zu schlecht. Er entschied sich gegen den späteren Weltmeister. Die Bielefelder Legende Ansgar Brinkmann kann es bis heute noch nicht glauben.

Philipp Lahm hat in seiner Karriere alles erreicht, wo viele nur von Träumen dürfen. Mit dem FC Bayern holte er acht Mal die Deutsche Meisterschale nach München.

Sechs Mal durfte er den DFB-Pokal gen Himmel strecken und auch Champions-League-Sieger, Klub-Weltmeister und UEFA-Supercupsieger wurde er. 2014 dann der größte Triumph für den 1,70 Meter kleinen Verteidiger. Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft führt er das Team zum WM-Titel.

Warum der Zweitligist Arminia Bielefeld damals sein Talent nicht erkannte, ist schleierhaft. Bei einem Probetraining spielte er eine Woche lang zusammen mit Spielern wie Brinkmann und Artur Wichniarek.

Gegenüber n-tv verriet Brinkmann nun, dass er zu Trainer Möhlmann damals sagte: "Trainer, den Kleinen, wir müssen den Kleinen nehmen." Doch die damalige Reaktion des mittlerweile 62-jährigen Coaches fiel ernüchternd aus. "Ansgar! Der hat keinen Offensiv-Kopfball und auch keinen Defensiv-Kopfball", entgegnete er ihm.

"Benno, der hat in der ganzen Woche keinen Zweikampf verloren. Ich komme an dem nicht vorbei. Das habe ich noch nie erlebt", aber auch dem Trainer noch einmal all die Vorzüge von Lahm aufzulisten, half am Ende nicht. Die spätere Bayern-Legende musste wieder gehen.

Am letzten Samstag beendete der 33-Jährige nun seine erfolgreiche Fußballerkarriere nach 652 Pflichtspielen auf Vereinsebene.

Titelfoto: DPA


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