Dynamo-Kapitän Hartmann macht klar: "Das muss jetzt der Maßstab sein!"

Hier köpft Dynamo-Kapitän Marco Hartmann das 1:0 in Düsseldorf.
Hier köpft Dynamo-Kapitän Marco Hartmann das 1:0 in Düsseldorf.  © Gerd Krause

Düsseldorf - Vor einer Woche im Tal der Tränen, am Montagabend wieder oben auf: Dynamo-Kapitän Marco Hartmann raste die Achterbahn mit Vollgas hinunter und fuhr innerhalb von sieben Tagen wieder ganz nach oben.

Während er nach der 1:2-Heimpleite gegen den Tabellenletzten Kaiserslautern als Einwechsler die Schuld der Niederlage auf sich nahm, stand er beim furiosen 3:1-Sieg in Düsseldorf wieder in der Startelf und ging in seiner bewährt engagierten, souveränen Art voran. Belohnt mit dem Kopfballtor zum 1:0.

"Die Anfangsphase war überragend, das war ganz wichtig und hat uns gut getan, den Ballast abzuwerfen. Wir haben uns vorgenommen, alles reinzuwerfen, um die Düsseldorfer zu überraschen. Dass es so überragend gelingt, war nicht abzusehen"; meinte Hartmann nach der Partie bei "Sky".

Mit aggressivem Anlaufen, viel Tempo und vor allem einem Mut, der im Abstiegskampf nicht selbstverständlich ist, schockte der Tabellen-16. den Favoriten im eigenen Stadion. Nach zehn Minuten guckten sich dort alle Fortuna-Sympathisanten verwundert an, nachdem auch noch Röser und Duljevic getroffen hatten.

Gelingt Dynamo Dresden endlich wieder ein Heimsieg gegen Erzgebirge Aue?

Hartmann (re.) ging am Montagabend überall hin, wo es weh tat.
Hartmann (re.) ging am Montagabend überall hin, wo es weh tat.

"Wir wollten den Gegner zu Fehlern zwingen, das ist uns wunderbar gelungen. Ich glaube, wir hatten zwei Ballgewinne im Mittelfeld, nach denen die Post abging. Es waren zwei Traumtore", fand auch Hartmann.

Doch der Kapitän wäre nicht der Anführer des Teams, wenn er angesichts der Tatsache, dass Dynamo trotz des Sieges immer noch auf dem Abstiegsrelegationsrang 16 steht, nicht den warnenden Finger heben würde.

"Das, was wir heute gezeigt haben, ist jetzt der Maßstab für jede weitere Partie in dieser Saison, für jeden Einzelnen! Wir müssen uns das heute Abend noch ganz schnell in die Birne hauen, was wir hier gemacht haben und das dann jede Woche abrufen", gibt der 29-Jährige die Marschroute für die kommenden Wochen klar vor.

In denen hat Dynamo mit den beiden Derbys zu Hause am Sonntag gegen Erzgebirge Aue, am 9. Dezember bei Union Berlin und zum Auftakt der Rückrunde am 17. Dezember beim MSV Duisburg drei ordentlich Brocken vor der Brust. "Ich weiß, was das Spiel für das Umfeld bedeutet, aber für uns geht es nur um die drei Punkte, wir müssen ganz klar bleiben und wieder so eine Leistung abrufen", weiß der Kapitän.

Die Fans würden es sich wünschen. Denn zum einen wird es das "Abschiedsspiel" von "Capo" Lehmi, zum anderen liegt der letzte Heimdreier gegen Aue mehr als fünf Jahre zurück. Zuletzt siegte Dynamo am 30. September 2012, beim 3:1 schossen Romain Brégerie (2) und Tobias Jänicke die Tore.


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