"Football Army Dynamo!" DFB legt Aufmarsch als Kriegserklärung aus

Rund 2000 Schlachtenbummler in Camouflage-Shirts sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung sollen den Eingangsbereich überrannt und die Imbissstände im Gästebereich geplündert haben.
Rund 2000 Schlachtenbummler in Camouflage-Shirts sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung sollen den Eingangsbereich überrannt und die Imbissstände im Gästebereich geplündert haben.  © DPA

Karlsruhe - "Krieg dem DFB!" Das Banner der Ultras, das vor der Partie gegen den KSC von einer lautstarken Menge hochgehalten wurde, beschreibt nach dem Stand am Montag nur die eine Seite der Medaille.

Die Verantwortlichen des DFB zeigen sich laut Informationen von "welt.de" als ein erbarmungsloser Kontrahent, mit dem nicht zu spaßen ist.

Denn der könnte den Auftritt der Dynamofans als tatsächliche Kriegserklärung werten. Und das könnte für den Verein, besonders in der kommenden Saison, für einschneidende Konsequenzen sorgen.

"Wir werden uns des Falles annehmen und versuchen, zu einem sachgerechten Ergebnis zu kommen“, sagt Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts gegenüber "welt.de".

Eine Woche Zeit bleibt der Vereinsführung, um ihre Sicht der Dinge und bereits interne Untersuchungen dem Kontrollausschuss zu präsentieren. Das ist immerhin mehr Zeit als üblich.

Dabei wird den Dresdner Fans vom DFB nicht nur das Abbrennen von Pyro und die Angriffe auf Polizei und Ordner, sowie den Sturm auf die Imbissbuden zur Last gelegt, sondern auch das martialische Auftreten im Armee-Look. Richter Hans E. Lorenz bestätigte gegenüber der Welt: „Dieser militärische Anstrich ist eine neue Komponente, die wir in unsere Überlegungen einzubeziehen haben.“

In einem Twitter-Posting ("Gewalt, Kriegsrhetorik & Panzer auf Zaunfahnen? Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so") distanzierte sich der Verein zwar bereits von den Vorkommnissen, muss aber dennoch mit heftigem Gegenfeuer aus Frankfurt rechnen.

Besonders ein Mann wird maßgeblich das Strafmaß für Dynamo mit beeinflussen können. Waldemar Kindler, langjähriger Polizeipräsident des Freistaats Bayern, hat die "Football Army" vor Ort genaustens unter die Lupe genommen. Die Vorfälle zu verharmlosen wird wohl das Letzte sein, was Kindler in seinem Abschlussbericht für den Kontrollausschuss zu schreiben hat.

Während der Zweitliga-Partie am Sonntag ließen Dynamos-Anhänger auch unter dem Applaus der Karlsruher Haupttribüne plakativ einen Panzer rollen, erklärten dem DFB symbolisch den Krieg.
Während der Zweitliga-Partie am Sonntag ließen Dynamos-Anhänger auch unter dem Applaus der Karlsruher Haupttribüne plakativ einen Panzer rollen, erklärten dem DFB symbolisch den Krieg.  © DPA

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