Tief im Westen: Dynamo-Benatelli kehrt heim!

Seine begnadete Technik muss Rico Benatelli am Sonntag in seiner Heimatstadt 
Bochum zeigen. Er hat zusammen mit seinen Kollegen etwas gutzumachen.
Seine begnadete Technik muss Rico Benatelli am Sonntag in seiner Heimatstadt Bochum zeigen. Er hat zusammen mit seinen Kollegen etwas gutzumachen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt. Das weiß keiner besser als Rico Benatelli. Er kehrt am Sonntag heim nach Bochum - im Trikot von Dynamo Dresden.

Geboren in Herdecke, das liegt auf der kurzen Strecke zwischen Bochum und Dortmund, durchlief er alle Nachwuchs-Abteilungen des VfL. Dort kickte schon sein Vater Frank. Der ist noch heute eine Ruhrpott-Legende.

Seine Karriere musste er 1992 wegen einer Verletzung an der Patellasehne beenden. „Papa war da gerade einmal 28, ich war kurz zuvor geboren. Gesund hätte er noch deutlich mehr Spiele für den VfL bestritten“, sagt Rico. „Aber ich ziehe den Hut vor meinem Vater. Er hat alle 192 Spiele für Bochum in der 1. Bundesliga absolviert. Er ist völlig zurecht ein Denkmal beim VfL“, lacht der Sohnemann.

Auch wenn er seinen alten Herren nicht mehr hat Fußball spielen sehen, zusammen waren sie früher oft im Stadion. Daher kennt Rico auch jeden Stein rund um die Castroper Straße. „Das waren schöne Zeiten damals.“ Am Sonntag kehrt er zurück, zum dritten Mal insgesamt. Zweimal spielte er mit Aue hier, im Vorjahr gastierte Benatelli mit Würzburg in Bochum.

„Es ist jedes Mal etwas besonderes. Meine Familie ist da, viele Freunde und Bekannte“, so der 25-Jährige. „Aber es legt sich auch mit der Zeit. Es wird immer mehr zur Normalität. Trotzdem freue ich mich riesig darauf.“ Wenn zum Einlaufen „Bochum“ von Herbert Grönemeyer erklingt, wird auch er Gänsehaut haben.

Aber nur kurz, denn er will nicht, dass der VfL mit ’nem Doppelpass jeden Gegner nass macht. Das muss „Bena“ unterbinden. Er hat zusammen mit seinen Kollegen etwas gutzumachen. Das 0:4 gegen Sandhausen soll raus aus den Köpfen.

Das geht am besten mit einem Auswärtsdreier. „Wie gegen Sandhausen dürfen wir auf keinen Fall mehr auftreten. Wir wissen aber auch, Bochum hat Qualität, ist heimstark. Wir sind bereit, wollen unbedingt in Bochum gewinnen.“


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