Kann Dynamo-Keeper Schwäbe die Sandhausen-Pleite vergessen machen?

Vier Gegentore - der Ärger darüber war Marvin Schwäbe anzusehen.
Vier Gegentore - der Ärger darüber war Marvin Schwäbe anzusehen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Viermal musste Dynamos Marvin Schwäbe gegen den SV Sandhausen hinter sich greifen, für einen Torhüter ein Horror-Szenario. Doch wie geht der Keeper mit dem Ärger um?

„Als Torwart will man immer zu null spielen. Vier Gegentore in einem Spiel sind da schon sehr bitter“, gesteht der 22-jährige Schlussmann und meinte zur Analyse von Trainer Uwe Neuhaus: „Egal ob wir 2:0 gewinnen oder 0:4 verlieren - die Analyse ist nach jedem Spiel gleichermaßen gründlich. Man geht die einzelnen Szenen miteinander noch einmal durch und tauscht sich aus. Nun haken wir das Spiel ab und richten den Blick nach vorn.“

Das kann Schwäbe sehr gut. Auf die Frage, wann er bis dato letztmalig vier Buden schlucken musste, überlegte er einen Moment. Dabei liegt das noch gar nicht so lange zurück. Im April musste er vier Bälle aus dem Netz fischen - gegen den VfL Bochum.

Zu dem muss Dynamo nun am Sonntag. Schwäbe hat null Bock auf eine weitere Packung, weiß aber: „Bochum ist eine spielstarke Mannschaft. Unsere Leistung vom Samstag wird dort nicht für Punkte reichen.“





Keiner Abwehrchance! Lucas Höler umkurvt Dynamo-Schlussmann Marvin Schwäbe 
und erzielt den zweiten der vier Sandhausener Treffer in Dresden.
Keiner Abwehrchance! Lucas Höler umkurvt Dynamo-Schlussmann Marvin Schwäbe und erzielt den zweiten der vier Sandhausener Treffer in Dresden.  © Lutz Hentschel

Oft trainiert der Keeper mit seinen Feldspieler-Kollegen in einer Gruppe, was seinen spielerischen Fähigkeiten sehr zugute kommt: „Ich habe zwar in Hoffenheim schon viel mit dem Ball am Fuß trainieren müssen, aber hier liegt die Messlatte noch höher. Durch unsere Art, Fußball zu spielen, konnte ich mich bei Dynamo in puncto Spielaufbau weiter verbessern.“

Eigenschaften, die Schwäbe einen ständigen Platz im Kader der „U21“-Auswahl beschert hatten, doch jetzt hat der Keeper die Altersgrenze überschritten. Über die A-Nationalmannschaft denkt er aktuell nicht nach.

„Die Situation muss man realistisch einschätzen. Die derzeit gesetzten Torhüter spielen auf einer ganz anderen Ebene. Die Zeit in der Nationalmannschaft ist für mich erstmal vorbei, aber ich werde weiter hart arbeiten, und vielleicht rutsche ich in ein paar Jahren mal wieder in den Fokus.“

Mit dem EM-Titel in der Tasche immerhin ein versöhnlicher Abschied ...


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