Bertram verabschiedet sich von Aue: "Habe dieses Trikot sehr, sehr gern getragen"

Aue - Es ist im Fußball wie im wahren Leben. Geht eine Tür zu, geht irgendwo eine andere auf. Die in Aue war für Sören Bertram zu, in Darmstadt öffnete sich eine neue. Am Sonntag nahm der 27-Jährige Abschied vom FCE - mit viel Applaus und nicht einer kritischen Stimme.

Sein größer Moment in Aue: Mit drei Toren in der Relegation gegen Karlsruhe schoss Sören Bertram den FCE zum Klassenerhalt.
Sein größer Moment in Aue: Mit drei Toren in der Relegation gegen Karlsruhe schoss Sören Bertram den FCE zum Klassenerhalt.  © Imago

Am 7. Januar stieg er mit in den Flieger Richtung Türkei-Camp. Am vierten Tag reiste er ab, flog über Frankfurt nach Spanien ins Trainingslager der Lilien und kam am Sonnabend zurück. "Ich hatte noch keine Zeit, mein Auto und meine Sachen zu holen", lachte er am Rande des Testspiels zwischen Aue und Jena (4:2).

Und weil er schon mal da war, schaute er zu. "Ich bin ein bisschen überwältigt", sagte Bertram. "Das war eine unglaubliche Herzlichkeit, die Spieler haben mich in den Arm genommen und viel Glück gewünscht. Das ging runter wie Öl", erklärte er mit feuchten Augen.

Auch die Fans applaudierten, als sie ihn am Spielfeldrand sahen. "Wenn einer wechselt gibt es gerade in den sozialen Medien oft Kritik, ich habe nicht eine negative Stimme gehört. Aue ist schon etwas Besonderes. Ich habe diese Trikot sehr, sehr gerne getragen", gibt er offen und ehrlich zu.

"Von den Jahren hier bleibt nicht nur diese geile Relegation gegen Karlsruhe. Trotz Verletzung wurde ich ich verpflichtet, dafür werde ich ewig dankbar sein."

Nur das letzte halbe Jahr war nicht nach seinem Geschmack. Das Kapitel FC Erzgebirge Aue ist abgeschlossen. "Es ist manchmal so im Fußball, ich bin glücklich, dass ich jetzt in Darmstadt spiele, dass es mit dem Wechsel geklappt hat. Ich bleibe in der 2. Liga, besser geht es kaum", so der Stürmer und ergänzt: "Auch hier muss ich Aue und Präsident Helge Leonhardt noch mal loben. Alle haben die Versprechungen gehalten, dass ich ohne Ablöse gehen darf. Es wurde Wort gehalten", freut er sich.

Eingelebt hat sich schnell in seiner neuen Heimat, auch weil er zahlreiche Spieler bereits kannte. Sebastian Hertner zum Beispiel aus seiner FCE-Zeit, mit Marcel Franke spielte er zwei Jahre in Halle.

Seine Auer wird er wiedersehen, am letzten Spieltag in Darmstadt. "Das wird hoffentlich nicht wieder so ein Drama wie im Vorjahr. Ich denke, beide Vereine sind bis dahin durch."

Aus einem Veilchen wurde eine Lilie: Sören Betram im Trikot von Darmstadt im Testspiel in Spanien gegen 1860 München. Hier überläuft er Philipp Steinhart.
Aus einem Veilchen wurde eine Lilie: Sören Betram im Trikot von Darmstadt im Testspiel in Spanien gegen 1860 München. Hier überläuft er Philipp Steinhart.  © Imago

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