Aues Bertram rennt nicht weg, sondern kämpft um seinen Platz im Team!

Aue - Aufgeräumt und gut gelaunt erschien Sören Bertram zum Trainingsauftakt der "Veilchen". Hinter dem 27-Jährigen liegen schlechte Wochen, zum Schluss stand der Relegations-Held vom Mai nicht mal mehr im Kader. Wegrennen will er deshalb trotzdem nicht. Er will angreifen - und das buchstäblich.

Gib mir dein Blut! Sören Bertram (r.) bekommt beim Laktattest von der medizinisch-technischen Assistentin Evelin Pilz den roten Saft aus dem Ohrläppchen abgezapft.
Gib mir dein Blut! Sören Bertram (r.) bekommt beim Laktattest von der medizinisch-technischen Assistentin Evelin Pilz den roten Saft aus dem Ohrläppchen abgezapft.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Bertram hat kapiert: "Der Erfolg vom Vorjahr zählt nicht mehr!" Er muss etwas dafür tun, um wieder ins Team zu kommen. Im Mai auf Wolke 7, eine überragende Vorbereitung im Sommer und dann kam er nicht mehr in die Pötte.

Dass er im September beim 3:1 gegen seinen Jugendverein FC St. Pauli auf der Tribüne saß, so sagt er selbst, war ein Knackpunkt. "Das tat schon weh, war nicht so angenehm. Aber ich denke, ich habe auch danach noch gute Spiele gemacht. In Paderborn kam ich rein, da lief es nicht schlecht. Gegen Kiel und Bielefeld war es auch okay."

Trotzdem war es für Trainer Daniel Meyer sportlich zu wenig.

Für Bertram ist das abgehakt. Er schaut nach vorn. "Die Tage zwischen den Feiertagen waren gut für mich. Da konnte ich daheim mal abschalten, konnte selbst alles reflektieren. Jetzt bin ich da und will wieder angreifen."

Klingt nicht danach, als würde er sich in den kommenden Tagen aus dem Staub machen. "Nein", sagt er. "Ich werde nach vorne schauen, mich anbieten. Alles, was nach der Rückrunde kommt, werden wir sehen. Aber im Camp will ich mich anbieten", kämpft Bertram um seinen Platz im Angriff.

Sören Bertram auf dem Laufband. Die ersten Schritte zurück in den Auer Angriff?!
Sören Bertram auf dem Laufband. Die ersten Schritte zurück in den Auer Angriff?!  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Chancen dafür sieht er. "Zum einen war ich im Frühjahr stets besser drauf als im Herbst", grinst er. "Dazu kommt, ich habe mich nach allen meinen Verletzungen immer zurückgekämpft. Das war auch im Vorjahr so, als ich mich im Februar in Kiel schwer am Oberschenkel verletzte. Und dann ist da ja das System mit drei Stürmern, das wir gegen Union gespielt haben", lacht er.

Lässt Meyer weiter angreifen, könnte irgendwann Bertrams Stunde schlagen.

"Ich konnte das von der Tribüne aus verfolgen, das sah überragend aus. Im Vorjahr hat das genau in dieser Konstellation mit Pascal Köpke, Dimitrij Nazarov und mir auch hervorragend geklappt. Das ist jetzt natürlich meine Chance, da wieder reinzukommen", möchte Bertram lautstark anklopfen.

Und hofft, von Meyer wieder hereingelassen zu werden.

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