Aues Sebastian Hertner will eine sorgenfreie Spielzeit

Voller Einsatz: Sebastian Hertner (l.) steigt mit Magdeburgs Torjäger Christian Beck zum Kopfball hoch.
Voller Einsatz: Sebastian Hertner (l.) steigt mit Magdeburgs Torjäger Christian Beck zum Kopfball hoch.  © Picture Point/S. Sonntag

Aue - Sebastian Hertner fährt zum dritten Mal als "Veilchen" nach Heidenheim. Glücklich sah er auf der Rückfahrt nie aus - 2015 der Abstieg nach dem 2:2, ein Jahr später das 0:1 beim Zweitliga-Comeback. Jetzt soll alles anders werden.

Der 26-Jährige weiß auch warum. "Wir haben das letzte Spiel gegen Heidenheim mit 2:1 gewonnen. Der Treffer durch 'Dima' Nazarov in der Nachspielzeit war wie eine Erlösung", grinst Hertner.

"Damit war der Heidenheim-Bock umgestoßen. Mit diesem Wissen und dem Selbstvertrauen gehen wir in die Partie", sagt er. Angst vorm FCH, der Aue ständig in die Suppe spuckte, ist keine mehr da. "Ach, das ist quatsch. Das ist ein Gegner wie jeder andere auch. Wir wollen gewinnen, um gut zu starten."

Genau das war im Vorjahr das Problem der Lila-Weißen. Der Start und auch die Hinrunde. Es war ein Kraftakt nötig, um die Klas- se zu halten. "Klar ist das ein Schwerpunkt für uns, wir wollen und müssen auch eine bessere Hinrunde spielen. Paar Pünktchen mehr als zuletzt sollten es schon sein. Wir wollen eine sorgenfreiere Spielzeit hinlegen - so ganz ohne Gewackel", lächelt Hertner.

Den Grundstein dafür hat der FC Erzgebirge in der Vorbereitung gelegt. Sechs Wochen hatten die Profis unter dem neuen Trainer Thomas Letsch Zeit, sich zu entwickeln. "Wir wussten ja am Anfang nicht, wie er tickt. Da war schon eine kleine Eingewöhnungsphase nötig. Aber wir haben uns schnell aneinander gewöhnt", so der Außenverteidiger. Das Team hat schnell den Letsch-Stil gelernt: "Nicht abwarten, schnell anlaufwen, hohes Pressing spielen, aggressiv sein", umreißt Hertner die Grund- pfeiler der Taktik.

Ob sie schon richtig verinnerlicht ist, das wird Heidenheim zeigen.


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