Aues Nazarov darf wieder ran: "Weiß, wie wichtig ich für die Mannschaft bin"

Zuletzt durfte Dimitrij Nazarov das Stadion nur als Zivilist besuchen.
Zuletzt durfte Dimitrij Nazarov das Stadion nur als Zivilist besuchen.  © Picture Point/S. Sonntag

Aue - "Ich bleib' lieber in der Mitte, da habe ich mit einem Einwurf nichts zu tun. Ich lass' den Ball lieber für andere liegen", scherzt Dimitrij Nazarov. Nach seinem Einwurf-Platzverweis gegen Regensburg hat er drei Spiele Sperre bekommen, am Sonntag gegen Bochum darf er wieder ran und verspricht: Von der Auslinie hält er sich fern.

Nicht nur er, auch Aue hat die Quittung für den Platzverweis bekommen. Zwar konnte der FCE gegen den Jahn in Unterzahl gewinnen, danach nicht mehr. Nazarov weiß, er hat etwas gutzumachen.

"Ich habe die Wochen genutzt, habe viel im konditionellen Bereich gearbeitet. Ich weiß, wie wichtig ich für die Mannschaft bin, dass sie mich braucht, ich konnte drei Spiele nicht helfen. Ich will den Jungs etwas zurückgeben", hat der 26-Jährige von seinem Selbstbewusstsein nicht einen Funken eingebüßt.

Ganz ehrlich: Das ist gut so. Jenes Selbstvertrauen hat zuletzt gefehlt. Nazarov ist immer für verrückte Dinge auf dem Platz gut - sportlich gesehen. Er kann mit seiner Art Gegenspieler zur Weißglut bringen, geht Zweikämpfen nicht aus dem Weg und kann mit Ball am Fuß Spiele für den FCE entscheiden. Nach so langer Pause ist er heiß. "Bochum hat eine Durststrecke hinter sich, da lief es auch nicht immer. Wir sind darauf vorbereitet, wollen mit unseren Fans im Rücken die drei Punkte hier behalten."

Ohnehin sieht Nazarov jetzt eine entscheidende Phase auf Aue zukommen. In den letzten vier Spielen in diesem Jahr können die "Veilchen" vieles in die richtige Richtung drehen. "Wir haben noch drei Heimspiele gegen Bochum, Darmstadt und Heidenheim sowie in der kommende Woche das Saison-Highlight für uns und unsere Fans in Dresden. Das sind alles Mitkonkurrenten. Wir können jetzt mit zwei, drei Siegen den Grundstein legen, dass wir ruhige Weihnachten feiern und unbesorgt in die Rückrunde gehen können."

Bleibt für den FCE zu hoffen, dass sich sein großes Selbstbewusstsein auf die Mannschaft überträgt - und er keine Einwürfe mehr macht.

Dimitrij Nazarov (re.) zeigt es an: "Ich habe doch nur einen Einwurf gemacht." Aber seinen Regensburger Gegenspieler dabei am Kopf getroffen, dafür bekam er Rot und drei Spiele Sperre. Jetzt darf er wieder ran.
Dimitrij Nazarov (re.) zeigt es an: "Ich habe doch nur einen Einwurf gemacht." Aber seinen Regensburger Gegenspieler dabei am Kopf getroffen, dafür bekam er Rot und drei Spiele Sperre. Jetzt darf er wieder ran.  © Picture Point/S. Sonntag

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