Aues Fabian "Foxi" Kalig wird vom Trainer geadelt

Zeigte im Camp in Österreich auf dem Wakeboard, welch Körperbeherrschung er hat: Fabian Kalig surfte mühelos übers Wasser.
Zeigte im Camp in Österreich auf dem Wakeboard, welch Körperbeherrschung er hat: Fabian Kalig surfte mühelos übers Wasser.  © picture point/Sven Sonntag

Aue - Vor einem Jahr war er neu, trat mit einer großen Portion Schüchternheit auf. Aber vor allem mit Beginn der Rückrunde legte Fabian Kalig seine Reserviertheit ab.

Der Lohn folgte jetzt. Er gehört zum Team der drei FCE-Kapitäne. Martin Männel ist klar, Christian Tiffert als sein Stellvertreter - auch keine große Überraschung. Aber Kalig?

Verdient, ja! Aber rechnen konnte keiner damit. "Das überrascht Sie?", fragt FCE-Trainer Thomas Letsch lachend. "Wen hätten Sie denn gewählt?", kommt die zweite Frage des Coaches.

Philipp Riese, Dimitrij Nazarov, Dennis Kempe oder Clemens Fandrich. Kandidaten gibt es einige. Letsch steckt seine Hände in die Taschen, hat immer noch ein Lächeln im Gesicht und nickt. Ganz so nach dem Motto: Auch möglich.

Aber er hat sich für Kalig entschieden. Als er seine Erklärung abliefert, sieht man schnell, welchen Stein Kalig bei ihm im Brett hat.

Auch klaffende Wunden können ihn nicht stoppen: Fabian Kalig im März beim Sieg über den KSC.
Auch klaffende Wunden können ihn nicht stoppen: Fabian Kalig im März beim Sieg über den KSC.  © picture point/Sven Sonntag

Er adelt ihn: "Fabian ist der absolute Winner-Typ. Einer, der vorangeht, einer mit einer unglaublichen Mentalität. Er ist ein Führungsspieler wie er im Buche steht, ein Profi durch und durch", lobt der Trainer seinen Mann aus der Dreierkette.

"Mit seiner Art auf dem Platz und daneben hat er sich ein Ansehen in der Mann- schaft erarbeitet. Außerdem habe ich einen Spieler gesucht, der immer auflaufen wird. Das ist bei Fabian der Fall."

Mehr Worte braucht man eigentlich über einen seiner Schützlinge nicht verlieren, um die Wertschätzung zu zeigen. Aber es macht eben auch deutlich, welche Wandlung der 24-Jährige in den letzten zwölf Monaten vollzogen hat.

Kalig kam im Sommer 2016 als Kapitän der U23 des FSV Mainz ins Erzgebirge, stand aber - wie viele Neuzugänge im Vorjahr unter Pavel Dotchev - erst einmal hintendran. Aber er biss sich durch, spielte sich fest.

Unter Domenico Tedesco fand er seine Rolle in der Dreierkette. Nur dreimal fehlte er in der Rückrunde. Ab dem Spiel in Bielefeld stand er ohne Unterbrechung auf dem Feld. Unvergessen, als "Foxi" gegen den KSC trotz klaffender Platzwunde durchspielte. Ab da liebten ihn die Fans.

Sein 1:0 gegen Würzburg ebnete damals den Weg zum 3:1-Sieg und damit auch zum Klassenerhalt.

Hart gegen sich selbst und den Gegenspieler: Fabian Kalig (links) im Test gegen Linz.
Hart gegen sich selbst und den Gegenspieler: Fabian Kalig (links) im Test gegen Linz.  © picture point/Sven Sonntag

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag


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