Hier hat der FC Erzgebirge noch eine große Baustelle

Aue - Die erste Woche in der Vorbereitung ist absolviert. Zeit, mal auf den Kader des FC Erzgebirge zu schauen. Der ist eigentlich schon gut bestückt, hat im Grunde nur noch eine große Baustelle: Ganz vorn drin.

Spielte gegen Auerbach auf der defensiven Sechser-Position, kann aber auch Abwehr: Dominik Wydra (r.)
Spielte gegen Auerbach auf der defensiven Sechser-Position, kann aber auch Abwehr: Dominik Wydra (r.)  © Picture Point / Sven Sonntag

Tor

Da bleibt alles beim Alten. Nach der Vertragsverlängerung von Robert Jendrusch bleibt das Trio zusammen. Er wird wie gewohnt zusammen mit Daniel Haas den Backup für Martin Männel bilden. Der Kapitän ist unangefochten, die Leitfigur des Vereins. Männel bestritt seit seinem Comeback nach nach der Ellenbogen-Verletzung alle 55 Pflichtspiele.

Abwehr

Da es ja nun den Anschein macht, als mache Christian Tiffert weiter, ist der FCE auch hier bestens aufgestellt. Der 36-Jährige präsentierte sich gegen Auerbach gewohnt souverän als Abwehrchef. Dennoch könnte die Abwehr zur Problemzone werden, denn: Mit Steve Breitkreuz, Fabian Kalig, Malcolm Cacutalua und Nicolai Rapp stehen gleich vier Innenverteidiger parat.

Auch Dennis Kempe kann diese Position spielen. Nur zwei können auflaufen. Die anderen muss Trainer Daniel Meyer bei Laune halten. Auf den Außen der Kette stehen Calogero Rizzuto, Luke Hemmerich und Kempe zur Verfügung. Mit Robert Herrmann wird derzeit ein weitere Spieler getestet. Aber: Hier könnte dies Woche noch was passieren, was Neuzugänge angeht.

Die derzeit einzigen beiden Stoßstürmer im Kader des FC Erzgebirge beim Test in Limbach-Oberfrohna: Sören Bertram (2.v.l.) netzte ein, Albert Bunjaku (r.) schaute zu.Foto: Fran
Die derzeit einzigen beiden Stoßstürmer im Kader des FC Erzgebirge beim Test in Limbach-Oberfrohna: Sören Bertram (2.v.l.) netzte ein, Albert Bunjaku (r.) schaute zu.Foto: Fran  © Frank Kruczynski

Mittelfeld

Das kann sich durchaus sehen lassen. Philipp Riese kann immer spielen, Clemens Fandrich ebenfalls. Dominik Wydra agierte gegen den VfB auf einer Sechser-Position neben Jan Hochscheidt. Dazu gesellen sich die Youngster Tom Baumgart, der auch ganz vorn agieren könnte, und John Patrick Strauß.

Angriff

Im Sturm gab es mit Nicky Adler (Lok Leipzig), Ridge Munsy (zurück nach Zürich), Cebio Soukou (Rostock) und Pascal Köpke (Hertha BSC) den größten Aderlass. Das erstgenannte Trio ist irgendwo zu verschmerzen, Köpke reißt eine Lücke, die noch dringend gefüllt werden muss!

Und das sicher nicht mit einem Talent, sondern mit einem Tore-Garanten, wie es Köpke war. Gegen Auerbach durfte sich Mario Kvesic in der Mitte austoben und gefiel. Flankiert wurde er von Sören Bertram und Probespieler Patrick Breutkreuz, der durchaus überzeugte.

Später kamen Dimitrij Nazarov und Albert Bunjaku. Das Potenzial ist da, für Qualität, Quantität und den nötigen Konkurrenzkampf muss Trainer Meyer sorgen. Eben auch mit zumindest einem Neuen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0