Auftaktfluch gebannt! Aue startet mit Erfolg in die Saison

Fürth - Der Bann ist gebrochen! Nach sechs Jahren gewinnt der FC Erzgebirge mal wieder ein Auftaktspiel. Mit viel Geschick und auch viel Glück siegte er bei Greuther Fürth mit 2:0 (1:0). Vor 9970 Zuschauern erzielten Dimitrij Nazarov (25.) und Jan Hochscheidt (90.) die Tore. Mann des Tages war aber Martin Männel, der überragend hielt.

Gemeinsam bejubeln Torschütze Dimitrij Nazarov (rechts) und Aus Jan Hochscheidt den Führungstreffer.
Gemeinsam bejubeln Torschütze Dimitrij Nazarov (rechts) und Aus Jan Hochscheidt den Führungstreffer.  © Picture Point / Sven Sonntag

Daniel Meyer konnte nicht seine Wunschelf auf den Rasen schicken. Torjäger Pascal Testroet lag mit einer Magen-Darm-Grippe flach. Er hegt keinerlei Wechselabsichten, wie einige Fans gleich in den Sozialen Netzwerken fürchteten.

Er wechselte lediglich zwischen Toilette und Sofa. Für ihn spielte Dimitrij Nazarov - und wie! Mit Marko Mihojevic und Sören Gonther schafften es zudem zwei Neuzugänge in die Startelf.

In der Begegnung war sofort Pfeffer drin, beide Teams traten das Gaspedal gleich voll durch. Fürth hatte zunächst mehr vom Spiel, Aue die besseren offensiven Aktionen. So nach zehn Minuten: Jan Hochscheidt steckte auf Florian Krüger durch, der sich mit etwas Glück behauptete und aus 14 Metern abzog. Sascha Borchert parierte stark im Herauslaufen.

Mit der Zeit wurde Aue immer sicherer, trug vor allem seine Angriffe schnell und schnörkellos vor. Einer führte zum 1:0. Hochscheidt passte auf die linke Außenbahn zu Krüger, dieser drehte Daniel Caligiuri ins Karussell, sprintete weg und passte zu Nazarov (25.). Er schweißte die Kugel direkt mit links aus zehn Metern humorlos unters Dach.

Aues Jan Hochscheidt sorgt in Fürth spät für die Entscheidung

Veilchen-Regisseur Jan Hochscheidt gelingt es, den Ball vor Julian Green (Fürth) abzuschirmen. Er sorgte später für den Endstand.
Veilchen-Regisseur Jan Hochscheidt gelingt es, den Ball vor Julian Green (Fürth) abzuschirmen. Er sorgte später für den Endstand.  © Picture Point / Sven Sonntag

Danach kam Fürth besser. Zweimal musste Martin Männel sein ganzes Können zeigen.

Einmal parierte er gegen den frei durchlaufenden Daniel Keita-Ruel (35.), später in ähnlicher Situation gegen Tobias Mohr (45.).

Nach der Pause bekam Aue lange keinen Zugriff auf die Partie, die Kleeblätter machten Druck, holten fünf Eckbälle in den ersten zehn Minuten. Der FCE schaffte es nicht, Ruhe reinzubringen, verlor zudem die Bälle zu schnell.

Die Sicherheit der ersten 35 Minuten war völlig weg. Die "Veilchen" verließen sich zu sehr auf die Klasse ihres Keepers. Stark, wie er einen Flatterball von Marvin Stefaniak (50.) um den Pfosten lenkte.

Nach vorn gelang den Gästen fast nichts mehr, das merkten sie selbst und bauten daher eine Mauer vor dem eigenen Strafraum auf. Aue verteidigte den knappen Vorsprung aufopferungsvoll und hatte Riesendusel: Stefaniak (79.) zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern ans Gebälk, den Nachschuss bugsierte Keita-Ruel aus sechs Metern übers leere Tor. Eine irre Szene! Und dann machte Aue mit der ersten gefährlichen Szene der zweiten Hälfte den Deckel drauf.

Der eingewechselte Tom Baumgart scheiterte nach einem Konter noch an Borchert, den Abpraller versenkte Hochscheidt (90.). Das war der Sieg!

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