Niederlage in Magdeburg! Aue setzt Rückrunden-Auftakt in den Sand

Magdeburg - Satz mit x, das war nix! Der FC Erzgebirge setzte seinen Auftakt gewaltig in den Sand, verlor beim 1. FC Magdeburg vor 18.757 Zuschauern im Ostklassiker mit 0:1 (0:1).

Wie erwartet, standen sich Pascal Testroet (am Ball) und Magdeburgs Dennis Erdmann in packenden Zweikämpfen gegenüber.
Wie erwartet, standen sich Pascal Testroet (am Ball) und Magdeburgs Dennis Erdmann in packenden Zweikämpfen gegenüber.  © Picture Point / Sven Sonntag

Die Niederlage war unglücklich, aber unterm Strich verdient. Aue kam nie richtig rein in die 90 Minuten. Beide Mannschaften wählten eine ähnliche Taktik, sie gingen früh drauf. Die Abwehrreihen hatten wenig Zeit, die Bälle kontrolliert nach vorn zu spielen.

Taktisch war das durchaus ein geeignetes Mittel, um den Spielaufbau zu zerstören, spielerisch war es aber wenig ansehnlich. Weder Magdeburg noch Aue kamen so geordnet in Richtung gegnerischen Strafraum, weil die Kugel viel zu schnell wieder verloren ging.

Einen Ball verlor auch Timo Perthel (5.) 20 Meter vor dem eigenen Tor, den angelte sich Calogero Rizzuto, wollte los und wurde von Perthel aus der Luft geholt. Klare Notbremse. Matthias Jöllenbeck beließ es bei Gelb - Fehlentscheidung!

Der FCE ließ sich danach aufs Spiel der Gastgeber ein, fand keine Mittel, den 1. FCM irgendwie auszuhebeln.

Einmal zogen die Gäste an und gleich wurde es gefährlich.

Felix Lohkemper (links) trifft für Magdeburg zur Führung. Martin Männel ist geschlagen, Filip Kusic (rechts) kann nicht mehr eingreifen.
Felix Lohkemper (links) trifft für Magdeburg zur Führung. Martin Männel ist geschlagen, Filip Kusic (rechts) kann nicht mehr eingreifen.  © Picture Point / Sven Sonntag

Dennis Kempe wühlte sich kraftvoll durchs Mittelfeld, passte zu Emmanuel Iyoha (10.), der zog in die Mitte und aus 20 Metern ab. FCM-Keeper Giorgi Loria lenkte das Leder an den Außenpfosten. Als alle schon mit einem 0:0 zur Pause rechneten, schlugen die bis dahin eher zögerlich agierenden Magdeburger zu.

Einen Fehlpass genau im Mittelkreis angelte sich Christian Beck, spielte direkt auf Felix Lohkemper (44.). Der sprintete los und überwand Martin Männel aus 14 Metern.

Keine Frage, Aue musste nach der Pause mehr machen, versuchte es auch, kam aber nicht ins Spiel. Magdeburg verteidigte leidenschaftlich und setzte immer wieder Nadelstiche.

Die Erzgebirger kamen nicht zwingend in die gegnerische Hälfte. Nach einer Stunde stellte Daniel Meyer um, nahm Dominik Wydra runter, brachte Florian Krüger als dritten Stürmer. Hinter spielte Aue nun mit Viererkette.

Nun gab Aue Gas und erlebte eine irre Szene: Der eingewechselte Ole Käuper (74.) ging im Strafraum nach einem Tackling von Jan Kirchhoff zu Boden. Jöllenbeck gab Elfmeter, nahm ihn aber wieder zurück und gab Schiedsrichterball. Aue machte jetzt auf, ermöglichte Magdeburg mehrere Chancen zum 2:0.

Doch weder der Gast trotz Powerplay in den letzten Minuten, noch der Gastgeber trafen.

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