Serie gerissen! Dynamo verliert in Duisburg und bekommt klaren Elfmeter nicht

Duisburg bejubelt das 1:0 durch Stanislav Iljutcenko.
Duisburg bejubelt das 1:0 durch Stanislav Iljutcenko.  © DPA

Duisburg - Das ist eine richtig bittere Pille zum Weihnachtsfest! Die Siegesserie von Dynamo Dresden ist zum Auftakt der Rückrunde und am gleichzeitig letzten Spieltag 2017 gerissen.

Das Team von Trainer Uwe Neuhaus musste sich Aufsteiger MSV Duisburg auswärts vor 14.792 Zuschauern mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Stanislav Iljutcenko (45.) und Kevin Wolze (83.) trafen für die "Zebras" zum Sieg.

Nach drei Siegen in Serie war es für Dynamo die erste Niederlage im Dezember. Die war vor allem bitter, weil die Schwarz-Gelben einen klaren Elfmeter in der 59. Minute nicht bekamen. Kingsley Onuegbu hatte Paul Seguin im Sechzehner zu Fall gebracht.

Dynamo überwintert vielleicht mit 23 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Liga ist aber so verrückt, dass die Mannschaft nur vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 hat. Allerdings steht am Montag noch die Partie zwischen St. Pauli und dem VfL Bochum am Montagabend aus. Beide könnten Dynamo noch im Fall eines Sieges noch überholen, der VfL auch mit einem Unentschieden.

Neuhaus musste in der Startelf in Duisburg eine Änderung vornehmen. Für den mit einem Infekt zu Hause gebliebenen Manuel Konrad kam Fabian Müller. Er rückte in die Viererkette, Paul Seguin für Konrad auf die Sechserposition.

Dynamo Dresden in der ersten Hälfte zu fehlerhaft

Haris Duljevic (vorn) mühte sich, stand aber oft auf verlorenem Posten.
Haris Duljevic (vorn) mühte sich, stand aber oft auf verlorenem Posten.  © Fotostand

Auf der rechten Seite erwischte Fabian Müller keinen Sahnetag, Erich Berko war durch Wolze abgemeldet. Vieles lief deshalb über die linke Seite. Nach fünf Minuten, in denen sich Duisburg den Ballbesitz von Dynamo angeschaut hatte, gingen die Hausherren aggressiver drauf, schalteten schneller um und kamen ein ums andere Mal gefährlich vor den Kasten von Marvin Schwäbe.

Nach zwei guten Möglichkeiten bewahrte der Torhüter Dynamo mit einer tollen Parade noch vor dem Rückstand (35.), er fischte den Kopfball von Dustin Bomheuer aus dem Dreiangel.

Doch kurz vor der Pause belohnte sich Duisburg dann. Fabian Müller blieb im Rückwärtsgang fast stehen, so musste Jannik Müller auf seine Seite rausrücken, konnte den Pass aber nicht verhindern. Seguin wurde getunnelt und auch Ballas verlor den Torschützen Iljutcenko aus den Augen - 0:1.

Von Dynamo kam wenig Zwingendes, im Spielaufbau unterliefen den Schwarz-Gelben auf einem Rasen, der eher einem Galopp-Geläuf ähnelte, zu viele Fehler. Lediglich zwei harmlose Schüsse gen Tor konnten die Dresdner für sich verzeichnen. Das Fehlen von Marco Hartmann und seinem Vertreter Manuel Konrad war nicht zu übersehen. Während Hauptmann und Seguin viel liefen und sich mühten, war Lambertz nur selten zu sehen.

Dynamo Dresden wird klarer Elfmeter an Seguin verweigert

Dynamo konsterniert nach dem Gegentreffer.
Dynamo konsterniert nach dem Gegentreffer.  © Huebner/Blatterspiel

Neuhaus zog in der Halbzeit Konsequenzen aus der ersten Hälfte und beendete den Arbeitstag von Fabian Müller. Dafür gab Niklas Kreuzer nach Verletzungspause sein Comeback auf der rechten Abwehrseite. Er sorgte für frischen Wind und einige gefährliche Flanken.

Generell wurde es hektisch in der zweiten Hälfte. In der 59. Minute verpasste Seguin zunächst eine Flanke von Kreuzer, doch dann wurde der Mittelfeldspieler von Onuegbu im Strafraum gelegt, das hätte selbst nach Ansicht der TV-Bilder klar Elfmeter für Dynamo geben müssen.

Die Pfeife von Schiedsrichter Robert Schröder (Hannover) blieb aber stumm, so hätte im Gegenzug Schnellhardt sogar bereits das 2:0 machen können, traf den Ball aber nicht richtig.

In der 60. Minute setzte Neuhaus dann auf volle Offensive, brachte Peniel Mlapa für Lambertz. Der Stürmer kassierte nach nicht einmal 60 Sekunden aber erstmal Gelb, Lambertz sah wenig später auf der Bank Gelb aufgrund einer Auseinandersetzung mit Wolze.

Das Spiel blieb hektisch und temporeich, Dynamo versuchte, nun öfter vor das Duisburger Tor zu kommen, doch auch dem Gastgeber gelangen immer wieder gefährliche Vorstöße.

In der 82. Minute foulte dann Hauptmann an der Strafraumgrenze, es gab Freistoß und den hob Wolze ins Tor, damit war der Punkt für Dynamo nicht mehr zu retten.


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