Dynamo verliert gegen Kiel und übernimmt die Rote Laterne

Dresden - Hilfe, Hilfe, Hilfe! Leute, das hatte lange Zeit nix mit Zweitliga-Fußball zu tun, nicht mal mit Leistungssport. Was Dynamo vor nur 24.811 Zuschauern zeigte, war schwach. Die Störche rissen den Schnabel nicht mal weit auf und hatten die SGD doch zum Fressen gern. Dresden verlor nach einer 79 Minuten lang blutleeren Vorstellung 1:2 (0:2) und ist wieder Letzter.

Jannis Nikolaou kommt mit dem langen Bein zu spät gegen Alexander Ignjovski und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden.
Jannis Nikolaou kommt mit dem langen Bein zu spät gegen Alexander Ignjovski und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Erst nach Florian Ballas' Anschluss wurde es lebhafter. Trotzdem: Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, es ist 12.30 Uhr!

Cristian Fiel begann mit zwei Wechseln gegenüber dem 1:2 beim HSV: René Klingenburg und Florian Ballas gingen rein, Baris Atik und Brian Hamalainen raus.

Klar, wenn du nur noch auf die Mütze bekommst, gehst du nicht voller Selbstvertrauen in eine Partie. Aber derart gehemmt, derart ohne jeden Mut, ohne Tempo, das geht halt auch nicht. Da passte nichts! Dresden kam nur vier-, fünfmal überhaupt geordnet über die Mittellinie. Unterirdisch! So tief in einem Loch kann man doch gar nicht sein. Das war einfach hilflos!

Kiel wiederum machte das clever. Holstein wartete ausnahmslos auf die Fehler der Gastgeber und hatte da leichtes Spiel. Immer, wenn es schnell ging, war Dresden hoffnungslos unterlegen. Janni Serra spielte einen Pass links raus zu Jae Sung Lee.

SG Dynamo Dresden gelingt in der 2. Halbzeit die Wende nicht mehr

Jannik Müller liegt geschlagen am Boden. Neben ihm der Torschütze zum 1:0 Emmanuel Iyoha.
Jannik Müller liegt geschlagen am Boden. Neben ihm der Torschütze zum 1:0 Emmanuel Iyoha.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der lief drei schnelle Schritte, passte in die Mitte. Dort stand der Ex-Auer Emmanuel Iyoha und schob aus zehn Metern ein - 0:1 (15.). Von der SGD-Abwehr war nix zu sehen.

Dann passte Serra mit dem Außenrist in die Spitze. Sali Öczan war mit Ball schneller als Florian Ballas ohne und vollendete - 0:2 (30.). Dazwischen hatten Dzenis Burnic (16.) und Niklas Kreuzer (18.) zwei Schusschancen, brachten Ioannis Gelios im Holstein-Tor nicht ins Schwitzen.

Fiel reagierte zur Pause auf den Nicht-Auftritt seiner Mannen, brachte Chris Löwe und Baris Atik für Jannis Nikolaou und Niklas Kreuzer. Er stellte zudem auf Viererkette um.

Es wurde etwas besser, auch weil Kiel nun erschreckend schwach agierte, den Dresdnern den Ball im Spielaufbau immer und immer wieder in die Füße spielte. Doch die Einheimischen konnten lange Zeit nichts damit anfangen, weil sie sich selbst ständig verhaspelten.

Erst als Ballas mal den Hammer auspackte und die Kugel aus 22 Metern zum 1:2-Anschluss in die Maschen schweißte, wurde es eine Fußball-Partie. Da waren aber auch schon 79 Minuten um - und zu spät, um noch was zu schnitzen.

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