"Tag der offenen Tür!" So äußert sich Dynamo-Legende Kreische zur 2. Halbzeit

Von Hans-Jürgen Kreische

Die Enttäuschung über die Art und Weise der mehr als blamablen Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld ist mit Sicherheit nicht nur bei mir, sondern besonders bei den zahlreichen Dynamo-Fans riesengroß. Das 3:4 gegen einen in der ersten Halbzeit ganz schwachen Gegner macht nach der 3:1-Halbzeitführung nur noch sprachlos.

Nach dem unglücklichen 2:1-Anschlusstreffer der Bielefelder schlägt Marco Hartmann die Hände über dem Kopf zusammen. Auch Brian Hamalainen (am Boden) ist enttäuscht.
Nach dem unglücklichen 2:1-Anschlusstreffer der Bielefelder schlägt Marco Hartmann die Hände über dem Kopf zusammen. Auch Brian Hamalainen (am Boden) ist enttäuscht.  © Imago / Lutz Hentschel

Nach dem technisch stark erzielten 1:0 durch den jungen Osman Atilgan und dem verwandelten Foulelfmeter durch Brian Hamalainen zum 2:0 war unsere Mannschaft deutlich auf der Siegerstraße.

Total unverständlich, dass dieser Spielverlauf den Schwarz-Gelben keine Sicherheit - besonders im Abwehrverhalten - verliehen hat.

Bereits beim 2:1-Anschluss durch ein kurioses Eigentor von Baris Atik und in einigen Situationen vorher war zu erkennen, dass durch eklatante Stellungsfehler bei weiten Bällen (Sören Gonther) unsere Abwehrformation nicht gut organisiert bzw. abgestimmt wirkte.

Der erschreckende Auftritt unserer Dynamos in der zweiten Hälfte mit drei simplen Gegentoren ist nicht zu entschuldigen.

Unter dem Motto ,,Tag der offenen Tür" beschenkte man die Bielefelder mit der vollen Punktzahl. Nicht wenige Dresdner Fans hatten gehofft, dass der Zug sich in Richtung oberes Tabellendrittel bewegt.

Hans-Jürgen war als Spieler bei Dynamo eine Legende, trainierte die SGD auch nach dem Bundesliga-Abstieg.
Hans-Jürgen war als Spieler bei Dynamo eine Legende, trainierte die SGD auch nach dem Bundesliga-Abstieg.  © Lutz Hentschel

Vielleicht auch der eine oder andere Spieler hatte dieses Ziel.

Aber weit gefehlt. Das Trainerteam und die sportliche Leitung sollten das Versagen der ganzen Mannschaft sehr intensiv aufarbeiten, denn viel Zeit bleibt nicht und der Klassenerhalt ist noch lange nicht in Sack und Tüten.

Dass Marco Hartmann mit seinen Führungsqualitäten und besonders mit seiner Einsatzbereitschaft durch seine Rote Karte erst einmal fehlen wird, muss kompensiert werden. Ich bin gespannt, wie sich die Truppe von Maik Walpurgis in den beiden jetzt anstehenden schweren Auswärtsspielen gegen Heidenheim und den HSV präsentieren wird.

Wenn gepunktet werden soll, muss eine verschworene Einheit auflaufen. Und genau da habe ich meine Zweifel.

Vielleicht gibt es ja eine positive Überraschung und mein Eindruck wird widerlegt. Also haut Euch rein und revidiert den schwachen Auftritt vom Mittwoch! Dazu viel Erfolg!

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