Heute heißes Sachsenderby gegen Aue! Setzt Neuhaus auf die Dynamo-Siegelf?

In Düsseldorf konnte Dynamo am Montagabend nach langer Zeit wieder einen Dreier holen, brechen sie am Sonntag im Sachsenderby auch den Heimbann?
In Düsseldorf konnte Dynamo am Montagabend nach langer Zeit wieder einen Dreier holen, brechen sie am Sonntag im Sachsenderby auch den Heimbann?

Dresden – Noch in dieser Woche, am Montagabend, holte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus beim 3:1-Sieg in Düsseldorf wieder neues Selbstvertrauen ab. Geht es bei Dynamo nun wieder bergauf?

Von einer Wende will Neuhaus jedenfalls noch nicht gleich sprechen. „Das werden wir sehen. Der Sieg hat uns auf jeden Fall gutgetan.“ Auch wenn die folgende Trainingswoche etwas kurz war, wurden im Hause Dynamo wieder alle Sinne auf das heutige Sachsenderby gegen Aue geschärft.

Der Trainer hat den Gegner bestens analysiert und seine Jungs ausführlich unterrichtet. Besondere Aufmerksamkeit lenkte er wohl dabei auf die gegnerische Abwehr. „Aue hat sich sehr stabilisiert. Vor allem die Defensive arbeitet geordnet, diszipliniert und organisiert“, beschreibt der 58-Jährige das Team aus dem Erzgebirge.

„Wir brauchen ein großes Kämpferherz, aber nur nicht überdrehen…“, motiviert und mahnt der Coach seine Spieler im gleichen Satz. Für ihn steht das Spiel unter „besonderen Vorzeichen“. Gewinnt Dynamo heute, klettert man mit 20 Punkten wieder vor den Rivalen. Das weiß auch Neuhaus: „Wir können mit einem Sieg am Tabellenzehnten vorbeiziehen. Das zeigt, die Tabelle ist so eng wie nie.“ Nebenbei wäre auch die Heimspiel-Flaute vorerst kein Thema mehr.

Erst in Düsseldorf einen furiosen Start hingelegt und dann zum Großteil die Führung auch gut verwaltet. Einen wirklichen Grund für einen personellen Wechsel gegen Aue gibt es jedenfalls nicht. „Never change a winning team“ – so oder so ähnlich könnte also heute das Motto für die Aufstellung der Schwarz-Gelben lauten.

Neben den Langzeitverletzten Pascal Testroet und Sören Gonther fehlt auch Niklas Kreuzer wegen einer Adduktorenzerrung und wird das Derby am ersten Advent auf der Tribüne verfolgen müssen.

Dynamo Dresden: Stark in der Offensive

Dynamo erzielte in dieser Saison 13 seiner 21 Tore nach einer Standardsituation, das ist anteilig (62 %) der absolute Höchst- wert im Unterhaus. 11 der letzten 15 Dresdner Tore wurden nach einem ruhenden Ball erzielt.

Erzgebirge Aue: Stark in der Defensive

Aue wiederum lässt bei Standards wenig zu. Der FCE kassierte nur drei Gegentore - Bestwert der Liga. Ohnehin ist die Abwehr das Prunkstück.

Dynamo Dresden: Im DDV-Stadion schwach

Dresden ist das schwächste Heimteam der Liga. Das 1:2 im letzten Heimspiel gegen Kaiserslautern nach langer Führung war die Krönung der Dresdner Misere im DDV-Stadion in den letzten Monaten. Nie zuvor holte Dresden in der 2. Liga aus den ersten sieben Heimspielen so wenige Punkte. Saisonübergrei- fend gewannen die Sachsen nur eins der letzten zehn auf eige- nem Rasen - 1:0 gegen Duisburg am 1. Spieltag 2017/18.

Erzgebirge Aue: Zuletzt schwach

Aue kam im letzten Spiel gegen Bochum über ein 1:1 nicht hin- aus und ist damit erstmals in dieser Saison vier Spiele in Folge sieglos geblieben. Von den letzten sieben Partien gewann Aue nur jene am 11. Spieltag gegen Jahn Regensburg (1:0).

Manuel Gräfe: Bundesliga-Schiri pfeift

Der DFB schickt einen seiner besten Leute: Manuel Gräfe pfeift. Der Berliner deckte vor Wochen die Missstände im Schieds- richterwesen auf. Ein Mann mit Prinzipien also.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0