Traumtore! Kreuzer und Mlapa schießen Dynamo zum ersten Sieg in Heidenheim

Der Moment, in dem der Freistoß von Niklas Kreuzer im gegnerischen Tor einschlägt.
Der Moment, in dem der Freistoß von Niklas Kreuzer im gegnerischen Tor einschlägt.  © Nordphoto

Dresden - Endlich haben sie sich richtig belohnt! Mit einer starken Leistung und zwei Traumtoren krallte sich Dynamo am Sonntag den ersten Sieg auf der Schwäbischen Alb beim 1. FC Heidenheim. Niklas Kreuzer (26. Minute) und Peniel Mlapa (53.) sorgten mit ihren beiden sehenswerten Treffern für das 2:0 (1:0) vor 12.100 Zuschauern in der Voith-Arena.

Bis zu diesem 1. Oktober 2017 konnten die Schwarz-Gelben noch nie drei Punkte im Bus mit nach Hause nehmen. Für das Team von Trainer Uwe Neuhaus war der dritte Saisonsieg enorm wichtig. Denn nicht nur, dass sich die Mannschaft mit 12 Punkten Luft verschafft, sondern mit einem guten Gefühl in die anstehende Länderspielpause geht.

In der Partie, für die der Coach drei Änderungen vorgenommen hatte, merkte man schnell, dass Dynamo um sehr viel Disziplin und Ordnung bemüht war und versuchte, gezielt, aber mit viel Ruhe am Ball nach vorn zu spielen. Die Heidenheimer ließen es zunächst gemütlich angehen, ließen die Schwarz-Gelben kommen, die das Geschehen schon in den ersten 20 Minuten bestimmten. Dabei war Hartmann aussichtsreich auf halbrechts allein durch, passte dann aber Mlapa in den Rücken, anstatt selbst abzuschließen.

Niklas Kreuzer (links) herzt nach seinem Tor Physiotherapeut Dennis Wöhr, der zuvor auch in Heidenheim gearbeitet hat.
Niklas Kreuzer (links) herzt nach seinem Tor Physiotherapeut Dennis Wöhr, der zuvor auch in Heidenheim gearbeitet hat.  © Nordphoto

Der Gastgeber setzte im eigenen Stadion auf Konter und kam einige Male gefährlich vors Tor. Doch die Defensive von Dynamo stand stabil, die vielleicht beste Möglichkeit von Dovendan entschärfte Ballas.

Nach 26 Minuten verschaffte Erich Berko seinem Team eine wunderbare Freistoßmöglichkeit an der Strafraumgrenze. Kreuzer sagte „danke“ und chippte den Ball ganz gefühlvoll mit dem rechten Fuß aus 17 Metern unter die Latte – 1:0! Anschließend ging es im Vollsprint Richtung Physiotherapeut Dennis Wöhr, dem der Torschütze um den Hals fiel.

Kreuzer hatte in der Woche für Wirbel gesorgt, weil er sich in einem Interview beklagte, dass er immer als Erster auf die Bank müsse und er es nicht nachvollziehen könne. Neuhaus war davon wenig begeistert und meinte: "Für die letzte Saison kann er sich gar nichts mehr kaufen." Der Außenverteidiger gab die Antwort auf dem Platz.

Kurz vor der Halbzeit gab es einen Aufreger im Strafraum, in dem Hauptmann von dem bereits mit Gelb verwarnten Titsch-Rivero zu Fall gebracht wurde, Schiedsrichter Florian Badstübner sagte: Kein Elfer!

Völlig ansatzlos nagelte Peniel Mlapa sein erstes Tor für Dynamo aus gut 25 Metern unhaltbar in den gegnerischen Kasten.
Völlig ansatzlos nagelte Peniel Mlapa sein erstes Tor für Dynamo aus gut 25 Metern unhaltbar in den gegnerischen Kasten.  © Nordphoto

In der Halbzeitpause jubelte auf einmal der ganze Dresdner Block: Die Ultras waren endlich da und konnten wie gewohnt für Stimmung sorgen. Ein Bus war ausgefallen, so verpassten sie die erste Halbzeit, in der man sich schon wunderte, warum der gewohnt extrem lautstarke Support fehlte. Ausgerechnet, als sie in der 53. Minute zwei Bengalos anzündeten, ließ Mlapa auf dem Rasen eine unhaltbare "Fackel" ab, die er völlig ansatzlos aus gut 25 Metern unhaltbar ins gegnerische Tor nagelte - 2:0.

Mlapas Jubel war zu entnehmen, wie wichtig und befreiend dieses erste Tor für den Stürmer war, der kurz vor Ende der Transferperiode vom VfL Bochum an die Elbe wechselte. Wenig später ließen es die Heidenheim-Fans noch heftiger rauchen, als zuvor die dynamischen Anhänger.

Auf dem Rasen waren die Spieler bemüht, es dieses Mal cleverer auszuspielen, als noch vor einer Woche in Darmstadt. Zwar konnten die Kontermöglichkeiten nicht genutzt werden, doch defensiv hatte Dynamo alles im Griff, wobei Heidenheim bei Weitem nicht so gefährlich war wie die "Lilien".

Zwischen der 80. und 82. Minute kam es im Heidenheim Fanblock zu Zerwürfnissen, die Ultras packten daraufhin zusammen, stellten den Support ein und gingen. Die sich daraus ergebende hohe Nachspielzeit von fünf Minuten überstand Dynamo gut, der eingewechselte Röser vergab noch einen "Riesen", doch Dynamo machte es dieses Mal clever und sicherte den Sieg.


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