Aue gegen Kiel! Trainer Drews: "Gegner nicht unterschätzen"

Bei seiner Premiere in Ingolstadt hielt Hannes Drews ebenfalls eine Flasche Wasser fest im Griff. Am Ende war sie voll - Aue holte drei Punkte.
Bei seiner Premiere in Ingolstadt hielt Hannes Drews ebenfalls eine Flasche Wasser fest im Griff. Am Ende war sie voll - Aue holte drei Punkte.  © Picture Point / Kerstin Kummer

Aue - „Ich guck nochmal in die Flasche, wie spät das ist. Jooah, jetzt isses soweit.“ Wer kennt das Zitat aus „Werner - Beinhart!“ nicht, wenn Holzbein Kiel auf den 1. FC Süderbrarup trifft.

Auch Hannes Drews, der Holsteiner, wird es schon 1000 Mal gehört haben. Am Freitagabend muss er mit Aue gegen „seine“ Kieler ran und wird mit entscheiden, ob die Flasche voll sein wird.

Apropos Flasche: Die trägt der 35-Jährige immer mit sich herum. Vor genau einem Jahr war er nach der Entlassung von Karsten Neitzel zusammen mit Ole Werner Interimstrainer der Kieler, gewann gegen Zwickau klar. Danach kam Markus Anfang. Schon damals ging nichts ohne diese Flasche.

Knapp 13 Monate später ist er zum zweiten Mal Cheftrainer des FCE. Zu seiner Premiere in Ingolstadt hatte er seine Flasche stets fest im Griff. Immer mal ein kurzer Schluck zu Beruhigung, wie er selbst lachend erklärte.

Hannes Drews (l.) im Vorjahr zusammen mit Ole Werner als doppelte Interimslösung.
Hannes Drews (l.) im Vorjahr zusammen mit Ole Werner als doppelte Interimslösung.

Das wird auch am Freitag so sein, wenn er erstmals auf der Auer Heimbank Platz nehmen muss.

In den fünf Trainingseinheiten in der Woche konnte sich Drews voll und ganz auf seine Mannschaft konzentrieren, den Gegner kennt er wie kein zweiter.

Dass Holstein mit drei Siegen und einem Remis in die Saison gestartet ist, überrascht ihn auf der einen Seite, auf der anderen aber nicht. „Die 2. Liga ist schon nochmal etwas anderes. Die Mannschaft hat sich schnell daran gewöhnt, das hat mir imponiert“, sagt er. „Auf der anderen Seite: Die Truppe ist eingespielt, bis auf wenige Ausnahmen sind die Jungs seit Jahren zusammen.“

Doch dies kann er auch von Aue behaupten. Tauchen nicht kurzfristig gesundheitliche Probleme auf, wird zum vierten Mal in Folge die selbe Elf auflaufen. Die Jungs sind nicht nur körperlich top drauf, sondern auch mental. Zuletzt holte der FCE sieben Punkte gegen drei Aufstiegsaspiranten, jetzt kommt ein Aufsteiger. Besteht die Gefahr, Kiel zu unterschätzen?

„Die besteht nicht“, sagt Drews. „So wie ich die Jungs auf dem Platz sehe, werden sie alles tun, aber nicht den Gegner unterschätzen. Sie sind voll fokussiert.“ Flasche voll also.


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