Aues Keeper Männel redet Klartext: "Haben nicht alles reingehauen!"

Martin Männel hat die Nase voll - und redet Klartext.
Martin Männel hat die Nase voll - und redet Klartext.

Aue - Es war sein 15. Derby gegen Dynamo, es war sein bitterstes. So hilflos stand noch keine Mannschaft den Dynamos gegenüber. Beim 0:4 war Martin Männel in seinem Tor noch der beste Auer. TAG24 hatte nach der Partie Gelegenheit, mit dem 29-Jährigen, der völlig heiser war, zu sprechen.

TAG24: Martin, vielen Dank, dass Sie sich trotz des Debakels stellen. So eine Leistung gerade im Derby - wie sehr schmerzt das?

Männel: "Für unsere Fans und für uns ging es um mehr als nur drei Punkte. Wir wollten das letzte Spiel vergessen machen, haben es aber nicht geschafft. Dynamo hat auch in der Höhe verdient gewonnen."

TAG24: Hatten Sie gehofft, dass Ihre Mannschaft nach Ihrer starken Parade beim Kopfball von Florian Ballas (15.) aufwacht?

Männel: "Ja! Es gab in den ersten Minuten ein, zwei Situationen, in denen wir Glück hatten. Da habe ich immer was dazwischen bekommen, die Latte hat zweimal geholfen. Wir wussten, dass wir das Glück brauchen werden. Danach wollten wir ins Spiel kommen. Wir kriegen aber ein einfaches Gegentor, wo wir den Flankengeber nicht attackieren, den Stürmer weglaufen lassen. Dann hast du es sehr, sehr schwer gegen diese Kulisse, gegen diese Mannschaft zurückzukommen. Wir haben zu einfach die Gegentore bekommen. Wir können jetzt über Willen oder Nichtwillen reden. Fakt ist: In den entscheidenden Situationen waren die Dresdner im Fuß und Kopf schneller."

TAG24: Christian Tiffert sagte, er war froh, dass er sich nach dem Spiel sammeln konnte, sonst hätte er andere, wohl drastischere Worte gewählt. Geht es Ihnen ähnlich?

Männel: "Selbstverständlich. Als Torwart willst du nie hinter dich greifen, jetzt war es viermal der Fall. Wir haben viel darüber geredet, dass wir in den letzten Jahren immer gut aussahen. Das war nie eine Selbstverständlichkeit, sondern immer Zeugnis davon, dass wir zum einen Glück hatten und zum anderen alles reingehauen haben, was wir hatten. Das habe ich dieses Mal in der Deutlichkeit leider nicht gesehen."

TAG24: 1:8 Tore und ein Punkt in den letzten drei Spielen. Am Freitag kommt Darmstadt. Es ist das Spiel um den Relegationsplatz nach der Hinrunde. Wie kriegt man so einen negativen Lauf aus dem Kopf?

Männel: "Einfach ist es nicht. Wir müssen schauen, was wir falsch gemacht haben. Das haben wir in der letzten Woche auch getan. Nur im Moment machen wir immer wieder neue Fehler, der Gegner kommt zu leicht zu Toren. Das müssen wir abstellen. Schaffen wir das, bilde ich mir ein, dass wir auch nach vorn wieder mehr Durchschlagskraft entwickeln können. Wenn vielleicht auch mal einer reingeht, dass wir mal was zu verteidigen haben.

Der Gegner spielt dabei eine untergeordnete Rolle."


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