Aues Rizzuto selbstkritisch: "Da hätte mehr gehen können"

Calogero Rizzuto (l.) im Zweikampf mit dem Bochumer Tim Hoggland.
Calogero Rizzuto (l.) im Zweikampf mit dem Bochumer Tim Hoggland.  © Frank Kruczynski

Aue - Calogero Rizzuto legte beim 1:1 gegen den VfL Bochum eine Schippe drauf. Er zeigte sich deutlich aktiver als noch in Duisburg. Nach der Partie schwankte er zwischen zufrieden und "da hätte auch noch mehr gehen können".

"Rizzi" kann auf seiner Leistung aufbauen, die war ordentlich. Hinten kaum gefordert, konnte er sich immer wieder den Vorwärtsgang einschalten. Sein Distanzschuss kurz vor Schluss ging nur knapp vorbei.

"Der und die eine Flanke auf Pascal Köpke. Wenn ,Passi' den Ball besser drücken kann, gehen wir als Sieger vom Platz", ärgerte sich der 26-Jährige: "Trotzdem können wir zufrieden sein. Bochum hat starke Einzelspieler, wir hatten den VfL aber über weite Strecken im Griff."

Aber da war auch eben wieder der eine Sachverhalt, dass Aue oft, vielen zu oft, lieber nach hinten spielte statt schnell nach vorn.

Rizzuto: "Das ist unser System. Wir kommen sehr viel über den Ballbesitz. Es ist doch besser, den in den eigenen Reihen zu halten, statt gleich wieder zu verlieren", erklärt er und ergänzt: "Aber es ist schon so: Manchmal fehlt uns die Balance, den Gegner zu locken, schnell zu spielen oder eben Ballbesitz zu haben."

Durch die fehlende Balance gab es nach der Pause auch keine zwingenden Möglichkeiten. Aue hatte viele kleine, doch Dimitrij Nazarov & Co. zielten entweder genau auf den VfL-Keeper oder eben zu ungenau. "Man muss auch mal eins sehen: Die Partie war äußerst intensiv. Das war sehr anstregend, am Ende war einfach der Tank leer, die Reserve war aufgebraucht", gestand Deutsch-Italiener Rizzuto.

Er hat mit seinen Mitstreitern noch vier Tage Zeit, um alle Tanks und Zusatzkanister aufzufüllen. Am Sonntag in Dresden wird wieder Vollgas über 90 Minuten nötig sein.


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