Keiner kennt den Mythos Betzenberg besser als Aues Christian Tiffert

Christian Tiffert im Februar 2012 als Antreiber und Kapitän des 1. FC Kaiserslautern. Nach der Spielzeit stiegen die Roten Teufel aus der Bundesliga ab.
Christian Tiffert im Februar 2012 als Antreiber und Kapitän des 1. FC Kaiserslautern. Nach der Spielzeit stiegen die Roten Teufel aus der Bundesliga ab.

Aue - Mythos Betzenberg! Keiner kennt ihn besser als Aues Altmeister. Der 35-Jährige spielte von 2010 bis 2012 beim 1. FC Kaiserslautern, war im letzten Jahr sogar Kapitän.

Wenn er an diese Zeit zurückdenkt, kommt Tiffert ins Schwärmen: „Der Betzenberg ist sicher mit eines der schönsten Stadien in Deutschland. Besonders die Lage ist herrlich. Die Atmosphäre, in einem vollen Stadion zu spielen, ist einmalig.“

Sein erstes Jahr bei den Pfälzern dürfte mit das beste seine langen Laufbahn gewesen sein.

17 Torvorlagen und zwei Treffer hatte Tiffert da in der 1. Bundesliga auf dem Konto. Keiner hatte mehr in dieser Spielzeit.

Lautern hatte eine sorgenfreie Saison, was sich in der Folgezeit änderte. 2012 stieg der 1. FCK ab.

„Daher weiß ich auch, wie es ist, wenn auf dem Betzenberg die Stimmung kippt. Das kann auch während einer Partie passieren. Da weht schnell mal ein rauer Wind“, sagt Tiffert.

Nun zieht Christian Tiffert (l.,gegen Lauterns Kapitän DanielHalfar.) die Fäden im Auer Mittelfeld. Vier Tore bereitete er in dieser Saison bereits vor.
Nun zieht Christian Tiffert (l.,gegen Lauterns Kapitän DanielHalfar.) die Fäden im Auer Mittelfeld. Vier Tore bereitete er in dieser Saison bereits vor.  © Sven Sonntag

Und genau in solch einer Phase erwischt der FC Erzgebirge den 1. FCK. „Lautern hat Druck. Auch wenn nicht mehr so viele Zuschauer wie damals kommen, die Fans werden ihr Team erst einmal lautstark antreiben. Darauf müssen wir uns einstellen. Da müssen wir 100 Prozent da sein, sonst holst du nix“, so der „alte“ Mann.

So wie am letzten Freitag, da war die Einstellung auch nicht über die volle Zeit bei 100 Prozent. „Die Partie haben wir schnell abgehakt. Man muss auch mal akzeptieren, wenn ein Gegner stärker ist und das war Kiel an diesem Tag. Wir waren nicht in der Lage, dagegenzuhalten“, sagt der Routinier mit einem gewissen Abstand zum Spiel am Freitag.

Zu lange können sich Tiffert und seine Jungs auch nicht damit aufhalten. Für Aue heißt es nach vorne gucken - beziehungsweise heute den Berg hoch. „Das ist ja das Schöne an einer englischen Woche. Es geht sofort weiter, geht von vorn los. Wir müssen auf dem Betzenberg so kompakt stehen wie in Ingolstadt, den Kampf annehmen und wieder Nadelstiche setzen.“

Und da kann Aue gern nochmal zurückgucken auf Kiel: Holstein hat dem FCE vorgemacht, wie cool und energisch man auswärts auftreten muss.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0