1:2-Pleite! Dynamo kann nichtmal gegen den Tabellenletzten gewinnen

Das Spiel begann mit reichlich Silvesteruntermalung aus dem K-Block.
Das Spiel begann mit reichlich Silvesteruntermalung aus dem K-Block.  © Lutz Hentschel

Dresden - Die Zuschauer froren bereits auf der Tribüne, die Mannschaft war auf dem Weg, sich zum zweiten Heimsieg der Saison zu zittern, da schickte Kaiserslautern die Schwarz-Gelben ins richtige Eisbad.

Denn die "Roten Teufel" versetzten Dynamo einen ganz heftigen Genickschlag, als sie in den letzten vier Minuten das Spiel vor 27.224 Zuschauern im DDV-Stadion drehten und durch den Ex-Auer Stipe Vucur (86.) und Lukas Spalvis (88.) die 1:2 (1:0)-Niederlage der Schwarz-Gelben besiegelten. Lucas Röser hatte in der ersten Hälfte das 1:0 (14.) erzielt.

Ganz bitter: Torwart Marvin Schwäbe verschätzte sich beim 1:1 bei einem Freistoß, segelte unter dem Ball im Luftkampf durch, statt das Leder festzuhalten.

Es kam, wie es kommen musste, denn wie so oft verpassten die Hausherren es, nach dem Führungstreffer, das 2:0 nachzulegen und das gegen ganz schwache und extrem passive Lauterer. Eine Niederlage gegen den Tabellenletzten im eigenen Stadion macht für die kommenden Wochen nur wenig Mut, das wird wohl eine ungemütliche Adventszeit für die SGD.

Eigentlich begann der Monatagabend stimmungsvoll, als "Capo" Lehmi auf dem Rasen die Fans zum Einklatschen animierte. Kurz darauf präsentierten die Ultras im K-Block eine neue Fahne, deren Premiere mit dem Abbrennen einiger Silvesterfontänen gefeiert wurde.

Hier drückt Lucas Röser den Ball zum 1:0 über die Linie.
Hier drückt Lucas Röser den Ball zum 1:0 über die Linie.  © Lutz Hentschel

Das blieb eine Viertelstunde lang aber erst einmal der stimmungstechnische Höhepunkt, denn auf dem Rasen war Abtasten angesagt. Dynamo löste aber als erstes die Bremse und Röser drückte nach einer Flanke von Duljevic und der Kopfballverlängerung von Ballas den Ball über die Linie.

Zehn Minuten lang versuchte Dynamo dann mit viel Tempo aufs nächste Tor zu drücken, doch Möschl scheiterte an Keeper Müller (18.), Duljevic hämmerte die Kugel ans Außennetz (21.). Anschließend plätscherte die Partie vor sich hin, Kaiserslautern war erschreckend schwach, von den Pfälzern kam so gut wie gar nichts.

Nur in der 44. Minute, als Brandon Borrello schon im Sechzehner allein stand, doch den Ball an Schwäbe und dem Tor vorbeischob.

In der zweiten Halbzeit war zunächst keine Mannschaft so richtig zwingend, Chancen waren Mangelware. Statt auf das 2:0 gegen schwache Lauterer zu drücken, spielte Dynamo viel hintern herum, wollte Fehler vermeiden.

In der 63. Minute gab dann Kapitän Marco Hartmann nach Muskelfaserriss sein Comeback, er kam für Lambertz ins Spiel. Benatelli versuchte es fünf Minuten später mal von der Strafraumgrenze, doch der Schuss zischte am linken Pfosten vorbei.

Ab der 70. Minute musste Dynamo höllisch aufpassen, denn die "Roten Teufel" wurden plötzlich mutiger, witterten wohl ihre Chance auf den Ausgleich, weil von den Gastgebern wenig Zwingendes kam.

Es passierte das, was viele im Stadion befürchtet hatten: Kaiserslautern traf und das nicht nur einmal - Dynamo mitten ins Herz.


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