Dynamo-Kapitän Hartmann trotz Remis: "Es war ein schönes Gefühl auf dem Platz"

Nach der Partie gegen Fürth konnte nicht jeder Dynamo mit erhobenem Haupt vom Platz marschieren.
Nach der Partie gegen Fürth konnte nicht jeder Dynamo mit erhobenem Haupt vom Platz marschieren.

Dresden - Bei manch einem in der schwarz-gelben Arbeitskluft gingen nach diesem späten, bitteren Ausgleich die Köpfe runter. Bei Marco Hartmann nicht. Dynamos Kapitän marschierte trotz des am Ende enttäuschenden 1:1 gegen Zweitliga-Schlusslicht erhobenen Hauptes vom Platz.

Und er hatte allen Grund dazu. Seiner Rolle als Führungsspieler war der 29-Jährige einmal mehr gerecht geworden. Auf dem Platz und nach dem Schlusspfiff. Da hatte er seine Truppe zusammengetrommelt und ihr Mut zugesprochen: „Ich habe den Jungs gesagt: Die Leistung war ordentlich, es war eine gute Reaktion auf die letzten beiden Spiele.“

Der Mittelfeldmann ging sogar noch einen Schritt weiter: „Es war ein schönes Gefühl auf dem Platz. Es lief fußballerisch ganz gut, nicht optimal - dann hättest du das Spiel wahrscheinlich 3:0, 4:0 gewonnen. Aber es war ordentlich. Auch gegen den Ball haben alle gut mitgezogen, das haben auch die Zuschauer honoriert. Aber wir haben uns nicht belohnt, und das ist sehr ärgerlich. Es war mehr drin.“

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus (l.) 
bedankte sich nach der Partie bei seinem Kapitän Marco Hartmann.
Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus (l.) bedankte sich nach der Partie bei seinem Kapitän Marco Hartmann.  © Lutz Hentschel

Gerade das zuletzt in die Kritik geratene Abwehrverhalten war deutlich besser, auch wenn von den insgesamt harmlosen Franken bis auf wenige Ausnahmen kaum Gefahr ausging.

Zum Ausgleich nach dem Dresdner Führungstreffer (Philip Heise/36.) reichte es für die Gäste trotzdem noch. Abwehrchef Florian Ballas machte da nicht die beste Figur, vor allem im Stellungsspiel gegen Fürths Philipp Hofmann.

Dass der vor seinem Tor zum 1:1 (82.) Oberarm und Schulter zur Ballmitnahme nutzte, konnte Ballas natürlich nicht verhindern. Weder Schiri Dr. Martin Thomsen noch dessen Assistent an der Seitenlinie hatten die Armbewegung zum Ball gesehen. Der Treffer hätte nicht zählen dürfen. „Ich lach mich schief“, schnaubte Dynamos Trainer Uwe Neuhaus wütend. „Das war eine Frechheit.“

Die alleinige Ursache für das magere Remis war dieser Gegentreffer natürlich nicht. „Wir hatten die Möglichkeiten. Aber entweder waren wir zu überhastet oder haben den letzten Pass zu spät gespielt, sodass wir im Abseits standen“, monierte Hartmann sachlich. „Das Tor kam aus dem Nichts. Aber das ist die Gefahr, wenn du nur 1:0 führst.“

Marco Hartmann (Nummer 6) steht förmlich in der Luft und gewinnt dieses 
Kopfballduell mit Fürths späterem 
Torschützen Philipp Hofmann deutlich.
Marco Hartmann (Nummer 6) steht förmlich in der Luft und gewinnt dieses Kopfballduell mit Fürths späterem Torschützen Philipp Hofmann deutlich.  © Lutz Hentschel

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