Dynamo-Boss Born schlägt Alarm: Wir sind nicht wettbewerbsfähig!

Michael Born sorgt sich um die Wettbewerbsfähigkeit der SGD.
Michael Born sorgt sich um die Wettbewerbsfähigkeit der SGD.  © Lutz Hentschel

Dresden - Für 15,4 Millionen Euro soll im Ostragehege Dynamos neue sportliche Heimat mit Trainingsplätzen und einem Funktionsgebäude entstehen. Zuletzt bremsten eine Kröte und Bedenken der Grünen das Projekt aus. TAG24 sprach mit Dynamo-Geschäftsführer Michael Born über den aktuellen Stand.

TAG24: Der Verein ist schuldenfrei, sportlich auf einem guten Weg. Können Sie jetzt den nächsten Haken hinter das Thema Trainingsgelände machen?

Born: „Noch nicht. Aber ich bin absolut optimistisch, dass wir dies hinbekommen.“

TAG24: Woher nehmen Sie diesen Optimismus? Immerhin gibt es noch kein grünes Licht aus der Dresdner Stadtverwaltung und die Kröten-Problematik ist noch nicht vom Tisch!

Born: „Weil wir hinter den Kulissen sehr akribisch mit der DGI und der Stesad, die für uns die Bauherren-Funktion ausführen, daran arbeiten. Deshalb glaube ich, dass wir im Juni die Baugenehmigung erhalten werden und anschließend die Ausführungsplanung ausschreiben können.“

Seit fast einem Jahr leitet Born die kaufmännischen Geschicke bei Dynamo.
Seit fast einem Jahr leitet Born die kaufmännischen Geschicke bei Dynamo.  © Lutz Hentschel

TAG24: Vorm Winter kann’s losgehen?

Born: „Nein. So schnell geht’s heutzutage nicht. Die Planungs- und Genehmigungsphase dauert länger als die Bauphase. Das wird eine gewisse Zeit ins Anspruch nehmen, aber wir sind im Zeitplan. Wir sind optimistisch, dass es im Frühjahr 2018 losgehen kann und wir im November 2019 die Trainingsplätze und das Funktionsgebäude in Betrieb nehmen können.“

TAG24: Was bedeutet es für Dynamo, wenn das Trainingszentrum endlich da ist?

Born: „Die Bedeutung kann man nicht hoch genug ansetzen. Heutzutage ist eine Wettbewerbsinfrastruktur überlebenswichtig, wenn es darum geht, neue Jugend- oder Lizenzspieler nach Dresden zu holen. Das ist ein wichtiges Argument, auf das die Jungs und die Berater genau achten. Momentan sind wir nicht wettbewerbsfähig, dass wird sich mit dem neuen Zentrum ändern.“

TAG24: Sollte das Projekt platzen, haben Sie einen Plan B?

Born: „Dazu muss ich sagen, dass im Vorfeld eine Vielzahl von Standorten untersucht wurden. Mit der Stadtverwaltung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ist der Top-Standort.“

TAG24: Ein heißes Thema sind auch die Stadionverträge. Da hatten Sie erst zuletzt erklärt, dass die Miete zu hoch ist. Gibt’s in dieser Frage Bewegung?

Born: „Wir haben eins erreicht: Dass es wieder ein sehr kommunikatives Verhältnis mit der Betreiber-Gesellschaft gibt. Bei den im Raum stehenden Mieterhöhungen konnten wir uns einigen und einen Vergleich schließen. Das ist sehr positiv für den Verein, weil Rückstellungen in beträchtlicher Höhe aus der Bilanz gestrichen werden konnten.

Wenn grünes Licht für das Trainingsgelände da ist, werden wir uns noch intensiver an das Thema Stadionverträge machen.“


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