Mit der Hacke zu "Harti": Cooler Dynamo-Schwäbe lässt Neuhaus schwitzen

„Da haben wir einen Experten im Tor“, werden sich Coach Uwe Neuhaus (r.) und 
sein Co Peter Nemeth hier denken.
„Da haben wir einen Experten im Tor“, werden sich Coach Uwe Neuhaus (r.) und sein Co Peter Nemeth hier denken.  © Lutz Hentschel

Dresden - Marvin Schwäbe sorgte in Regensburg beim Dynamo-Anhang für ein lautes Raunen und bei seinem Trainer Neuhaus für eine kurzzeitige Hitzewelle: Nach 32. Minuten spielte der Keeper am Strafraumeck stehend seinen Kapitän Marco Hartmann an - mit der Hacke. Es war der einzige „Aufreger“ seines ruhigen Nachmittags. Dresden gewann 2:0.

„Wir haben mit einer bemerkenswerten Ruhe den Stresstest, den ich vorher ausgerufen hatte, bestanden“, sagte Coach Neuhaus nach der Partie. „Teilweise war das schon zu aufreizend, wenn ich da in die Hacke von Marvin Schwäbe denke. Aber vom Gefühl her war es so, dass wir alles unter Kontrolle hatten“, erklärte der 57-Jährige und fuhr sich noch mal lachend über den Kopf, als er an die Aktion seines Keepers erinnert wurde.

Alles unter Kontrolle - dieser Meinung war auch Schwäbe selbst, der seinen Trick als nicht zu gefährlich einstufte. „Das war noch kontrolliertes Risiko. Wenn es zu riskant geworden wäre, hätte ich den Ball nach vorn gebolzt“, setzte Schwäbe sein Lausbubengrinsen aus.

„Es ist ja meine Art, immer mit zuspielen, anspielbereit zu sein, die Angriffe von hinten mit aufzubauen. Und in dem Moment bin ich etwas quer zum Strafraum gelaufen, habe 'Harti' gesehen und ihm den Ball halt so zugespielt.“ Zur Gewohnheit sollen solche Einlagen nicht werden, das wäre auch für die nervliche Schonung von Neuhaus gut.

Der Trainer konnte sich spätestens nach den zwei schnellen Toren kurz nach der Pause von Sascha Horvath (49.) und Aias Aosman (51./Foulelfmeter) ganz ruhig zurücklehnen, denn seine zuletzt so kritisierte Abwehr hatte alles im Griff. Und wenn mal was durch kam, was selten war, stand da auch noch Marvin Schwäbe.

Zum zweiten Mal in dieser Saison hielt er seinen Kasten sauber. „Nach den letzten Wochen mit 0:4 oder 2:3 - das musste so nicht sein. Daher tut das natürlich super gut“, gestand der Keeper. „Es haben auch alle richtig gut gearbeitet“, lobte er seine Vorderleute. Letztlich hatte der 22-Jährige mehr Bälle am Fuß und an der Hacke als in der Hand.

Daumen hoch! Marvin Schwäbe hatte 
in Regensburg alles im Griff, konnte sich die spektakuläre Aktion mit dem 
Hackenzuspiel locker leisten.
Daumen hoch! Marvin Schwäbe hatte in Regensburg alles im Griff, konnte sich die spektakuläre Aktion mit dem Hackenzuspiel locker leisten.

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