Dynamos Auftaktsieg von Testroets Horrorverletzung überschattet

Allen Beteiligten war schnell klar: Für Pascal Testroet geht es nicht weiter.
Allen Beteiligten war schnell klar: Für Pascal Testroet geht es nicht weiter.  © Lutz Hentschel

Dresden – Diese drei Punkte sind enorm wichtig, doch bei Dynamo lag am Sonntag ein dunkler Schatten über dem 1:0 (0:0)-Auftaktsieg gegen den MSV Duisburg.

Der erste Heimdreier der Saison vor 28.520 Zuschauern im DDV-Stadion wurde getrübt von der wohl schweren Verletzung von Stürmer Pascal Testroet (26), der minutenlang im Strafraum vor dem K-Block behandelt werden musste und 15.55 Uhr den Platz auf der Trage verließ.

Nicht nur die Fans, sondern auch Mitspieler, Trainerteam und Verantwortliche waren geschockt, denn der Stürmer schien extrem schlimme Schmerzen zu haben, nachdem er mit Duisburgs Torhüter Mark Flekken unglücklich zusammenstieß und liegen blieb.

Mit Verdacht auf eine sehr schwere Knieverletzung (links) kam er sofort ins Krankenhaus. Das Bild des Zusammenstoßes zeigt, dass Testroet sich den Fuß unter Flekkens Körper einklemmte, sein komplettes Körpergewicht aber nach vorn ging und das Knie in diesem Moment nach hinten wegknickte – eine Horrorverletzung!

Damit hat Dynamo aktuell mit Lucas Röser nur noch einen etatmäßigen Stürmer im Kader. Doch ausgerechnet er kam für Testroet rein und machte am Ende in der 88. Minute mit seinem Kopfball den 1:0-Sieg perfekt.

Das Bild zeigt den Moment, in dem Testroet sich die Horrorverletzung im Zusammenprall mit Mark Flecken zuzieht. Das Knie knickt komplett nach hinten weg.
Das Bild zeigt den Moment, in dem Testroet sich die Horrorverletzung im Zusammenprall mit Mark Flecken zuzieht. Das Knie knickt komplett nach hinten weg.  © Lutz Hentschel

Einiges Staunen gab es bei dem Blick auf die Startformation. Denn für Marco Hartmann und Florian Ballas reichte es nach ihrer Verletzungspause doch noch nicht für die Startelf, für sie spielten Manuel Konrad und Jannik Müller. Mit Rico Benatelli, Patrick Möschl und Sören Gonther gaben drei Neuzugänge ihr Liga-Debüt im schwarz-gelben Dress. Als Nummer zwei auf der Torhüterposition geht Nachwuchstalent Markus Schubert in die neue Saison.

Bei den extrem warmen Temperaturen gab Dynamo am Anfang wie gefordert Vollgas, 20 Minuten lang sah es ordentlich aus, was die Schwarz-Gelben an Spielanlage zeigten und versuchten, aus zunächst sicherer Defensive nach vorn zu spielen. Aufsteiger Duisburg versteckte sich aber keineswegs und kam zu einigen guten Möglichkeiten, bei denen Schlussmann Marvin Schwäbe, oder die Abwehr in letzter Sekunde retten mussten.

Einen schlimmen Knick bekam das Spiel in der 23. Minute. Die gesamte Sportgemeinschaft hielt den Atem an, als Testroet nach einem Zusammenprall mit Duisburgs Schlussmann vor Schmerzen schrie, sich sofort das linke Knie hielt und signalisierte, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. Auch die Physios und Ärzte signalisierten sofort: Hier geht es nicht weiter!

Torschütze Lucas Röser (li.) und Patrick Möschl bejubeln den ersten Dreier und den Siegtreffer.
Torschütze Lucas Röser (li.) und Patrick Möschl bejubeln den ersten Dreier und den Siegtreffer.  © Lutz Hentschel

Um 15.55 Uhr wurde der Stürmer, auf dem die Hoffnungen vor der Partie ruhten und der nach einer durchwachsenen Saison selbst neu duchstarten wollte, unter dem Applaus der Fans vom Platz getragen.

Die bis dato beste Chance vergab Manuel Konrad, dessen Gewaltschuss nach einer Ecke von Niklas Kreuzer von Flecken abgewehrt werden konnte (20.).

Nach der Pause war Dynamo die spielbestimmende Mannschaft, die immer wieder versuchte, sich zum gegnerischen Tor zu kombinieren und Duisburg in der eigenen Hälfte einzuschnüren.

Möschl vergab zwei gute Chancen (52./60.), auch Benatelli (66.) und Gonther (68.) hätten für die Führung sorgen können.

Duisburg wachte aber noch einmal auf, Marvin Schwäbe war es zu verdanken, dass er gegen Simon Brandstetter (75.) rettete, der drei Minuten zuvor bereits den rechten Pfosten getroffen hatte.

Doch Dynamo ließ sich davon nicht entmutigen, gab mit der Power der extrem lautstarken Fans richtig Gas und wurde am Ende ausgerechnet von dem Mann belohnt, der für Testroet reinkam: Röser traf zwei Minuten vor Schluss nach einer Ecke von Niklas Kreuzer zum Sieg. Am Ende flog Lukas Fröde noch mit Gelb-Rot vom Platz.


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