Testroet erstmals wieder bei Dynamo im Stadion: "Das tut schon weh!"

Pascal Testroet (l.) muss gegen 
Fürth zeitig auf seinem Platz gewesen sein. Neben ihm war noch alles leer. Viel 
lieber hätte er auf dem Rasen gestanden.
Pascal Testroet (l.) muss gegen Fürth zeitig auf seinem Platz gewesen sein. Neben ihm war noch alles leer. Viel lieber hätte er auf dem Rasen gestanden.

Dresden - Reden, das kann Dresdens verletztes Sturm-Ass Pascal Testroet. Über seine schwere Knieverletzung Auskunft zu geben, das geht auch. Aber es fällt ihm sichtlich schwer - wie am Montag bei 19:53 - der Dresdner Fußballtalk.

Etwas mehr als sechs Wochen ist der Zusammenprall mit Duisburgs Keeper Marc Flekken her. Die körperlichen Schmerzen sind sicher wieder im erträglichen Bereich, die seelischen nicht. Die sind da. Und die werden auch noch ein bisschen bleiben.

Es ist vor allem die Wehmut, die „Paco“ zu schaffen macht. „Es ist das Problem, dass ich ja weiß, dass es nicht in vier Spieltagen beendet ist. Ich schleppe mich mit der Verletzung auch ins neue Jahr. Ich werde noch verdammt viele Heimspiele sehen, wo ich nicht mitwirken darf“, so der 26-Jährige.

Am Freitag beim 1:1 gegen Greuther Fürth war er das erste Mal nach dem Crash wieder im DDV-Stadion. „Das ist nicht schön. Das tut schon weh. Du hörst die Mannschaftsaufstellung und du sitzt da oben, bist einfach nicht dabei. Fußball ist mein Leben und nichts zu tun, das ist schon schlimm für mich. Aber es hilft nichts. Das ist eine Zeit, durch die man durch muss“, verzog er die Mundwinkel.

30. Juli, 23. Minute im Spiel gegen Duisburg: Pascal Testroet stieß mit MSV-Keeper Marc Flekken 
zusammen - Totalschaden im Knie.
30. Juli, 23. Minute im Spiel gegen Duisburg: Pascal Testroet stieß mit MSV-Keeper Marc Flekken zusammen - Totalschaden im Knie.

Aber noch schlimmer, so Testroet, war es beim ersten Spiel danach, Dresdens Auftritt beim FC St. Pauli: „Es gibt Auswärtsspiele in der Saison, da freust du dich besonders drauf. St. Pauli zum Beispiel. Da habe ich vor dem Fernseher schon extrem gelitten. Das tat weh“, beschrieb er seine Gefühle von Anfang August.

Testroet erinnert sich an diesen 30. Juli, an dieser 23. Minute im Spiel gegen Duisburg noch ganz genau. „Ich habe sofort gewusst, da ist was kaputtgegangen. Ich habe in der Luft ja schon das Signal zum Auswechseln gegeben“, so „Paco“: „Nach dem Zusammenprall nach unten geschaut, um zu gucken, ob der Unterschenkel überhaupt noch dran ist.“

Die schwere Verletzung wurde im Krankenhaus Gewissheit. Und seither kämpft der sympathische Junge um seine Rückkehr, auch wenn er weiß: „Das wird dauern“.

„Come back stronger!“ Die Dynamo- Spieler trugen zum Warmmachen auf St. Pauli 
dieses Shirt - ein Mutmacher für Pascal Testroet.
„Come back stronger!“ Die Dynamo- Spieler trugen zum Warmmachen auf St. Pauli dieses Shirt - ein Mutmacher für Pascal Testroet.

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