Bittere Pille! Sandhausen schenkt Dynamo vier Tore ein

Hängende Köpfe bei Dynamo: Florian Ballas (vorn) und Erich Berko (re.) waren mit dem Ergebnis und der Partie sicher alles andere als zufrieden.
Hängende Köpfe bei Dynamo: Florian Ballas (vorn) und Erich Berko (re.) waren mit dem Ergebnis und der Partie sicher alles andere als zufrieden.  © Lutz Hentschel

Dresden – Was für ein bitterer Nachmittag für die SGD und ihre Fans: Nach vier Punkten in der Liga und dem Weiterkommen im DFB-Pokal hat Dynamo den ersten Dämpfer erhalten. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus musste sich am Sonnabend im heimischen DDV-Stadion vor 27.253 Zuschauern dem SV Sandhausen geschlagen geben.

Die Schwarz-Gelben unterlagen dem Gegner mit 0:4 (0:1). Leart Paqarada hatte sein Team in der 25. Minute in Führung gebracht, Lucas Höler (71.), Haji Amir Wright (78.) und Nejmeddin Daghfous setzten jeweils noch einen drauf.

Den Einsatz und den Willen konnte man den Hausherren nicht absprechen, doch spielerisch fehlten die entscheidenden Ideen und Akzente, im gegnerischen Strafraum die körperliche Robustheit gegen die physisch starken Gäste.

Sandhausen agierte abgezockt, nutzte die drei Chancen, die sich boten, eiskalt. Dynamo produzierte für ein Heimspiel viel zu wenige eigene Möglichkeiten, um dem Gegner gefährlich werden zu können.

Schon in der ersten Viertelstunde brauchten die Dynamo-Fans gute Nerven, denn beide Mannschaften waren um eine taktische Ordnung bemüht, standen sicher, nach vorn ging nur wenig.

Machtlos beim 0:1: Der Schuss von Leart Paqarada war für Schlussmann Marvin Schwäbe nicht zu halten.
Machtlos beim 0:1: Der Schuss von Leart Paqarada war für Schlussmann Marvin Schwäbe nicht zu halten.  © Lutz Hentschel

Nach einiger Zeit wurde die Partie härter, die Nickligkeiten und die damit verbundenen Pfiffe des Schiedsrichters Timo Gerach häuften sich. Allerdings blieb seine Pfeife beim Foul an Patrick Möschl kurz vor dem gegnerischen Strafraum stumm, im Gegenzug gab es dann Gelb für Niklas Kreuzer.

Dynamo war nicht rasch genug sortiert, Sandhausen gedankenschneller und so rutschte Paqarada ein Sonntagsschuss vom Feinsten ab, bei dem Tormann Marvin Schwäbe machtlos war.

Die Schwarz-Gelben steckten kämpferisch nicht auf, doch im Spiel nach vorn fehlte die Feinabstimmung, der letzte Pass kam nicht an, Erich Berko erwischte nicht seinen besten Tag und auch Lucas Röser hatte es gegen dir körperlich sehr präsenten Sandhäuser schwer.

In der 31. Minuten verzeichnete er die erste und einzige Chance der Hausherren in der ersten Halbzeit, der Schuss war allerdings für Marcel Schuhen kein Problem.

Stand zwar in der Startelf, konnte seinen Sandhausen-Fluch aber nicht besiegen: Rico Benatelli.
Stand zwar in der Startelf, konnte seinen Sandhausen-Fluch aber nicht besiegen: Rico Benatelli.  © Lutz Hentschel

Die Fans gaben im K-Block dennoch mächtig Gas, vor dem Spiel machten sie noch einmal klar, was sie vom Deutschen Fußball-Bund halten: „Unser Problem mit euch: eure selbstgerechte Sportgerichtsbarkeit. Fick dich DFB“, stand auf dem Transparent geschrieben. Aus den anderen Blöcken kamen hin und wieder Pfiffe, vom Engagement her konnten man den 11 Jungs auf dem Platz keinen Vorwurf machen.

In der zweiten Hälfte entschied sich Neuhaus relativ schnell zum Doppelwechsel. Er brachte in der 56. Minute Aias Aosman und Eero Markkanen für Konrad und Berko. Nur vier Minuten später war er bereits zum dritten Wechsel gezwungen, als Sören Gonther sich am linken Knie verletzte, das sah gar nicht gut aus.

Für ihn kam Jannik Müller in die Partie, die in den Zweikämpfen immer hässlicher wurde. Vor allem, weil einige Einlagen der Sandhäuser schauspielreif waren, was an der Seitenlinie nicht nur Neuhaus auf die Palme brachte, sondern auch die heimischen Fans.

Als sie in der 70. Minute noch überlegten, ob es hätte einen Pfiff beim Foul an Röser im Strafraum geben müssen, schaltete Sandhausen erneut blitzschnell um, konterte Dynamo aus und traf zum 2:0, damit war die Partie aus schwarz-gelber Sicht gelaufen.

Doch Sandhausen steckte gegen die Schwarz-Gelben, die vorher aufmachen mussten, nicht auf und traf noch zweimal zum bitteren Endstand von 0:4.


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