Niemand darf ausfallen: Dynamos Tanz auf der Rasierklinge

Da legt's dich nieder: Jannik Müller hat gerade Union Sebastian Polter geerdet.
Da legt's dich nieder: Jannik Müller hat gerade Union Sebastian Polter geerdet.  © Lutz Hentschel

Dresden - Nur ein Gegentor in drei Spielen, zweimal hinten die Null zementiert - Dynamos Defensive steht seit der Partie in Düsseldorf wieder felsenfest.

Und hat damit einen, vielleicht sogar den wichtigsten Grundstein für die schwarz-gelbe Trendwende und den Aufschwung gelegt.

Beim 1:0-Auswärtssieg in Berlin verteidigten die Dresdner vor allem nach dem Führungstreffer ihren Vorsprung mit Mann und Maus und aller Macht. Vor allem aber mit einer klugen Strategie, die jegliches Zittern im Keim erstickte.

"In den letzten Spielen macht uns die defensive Stabilität stark, die Abstimmung zwischen den Ketten gelingt richtig gut", verriet Jannik Müller ein offenes Erfolgsgeheimnis.

Müller lieferte genau wie seine Abwehrkollegen eine bärenstarke Leistung ab.

Unions Topstürmer Sebastian Polter (l.) hatte gegen Jannik Müller (M.) und Florian Ballas auch in der Luft einen schweren Stand.
Unions Topstürmer Sebastian Polter (l.) hatte gegen Jannik Müller (M.) und Florian Ballas auch in der Luft einen schweren Stand.

"Habt ihr gesehen, wie der Jannik den Polter aus dem Spiel genommen hat?", fragte auch Andreas "Lumpi" Lambertz anerkennend. Unions Torjäger entwischte dem Innenverteidiger-Duo Jannik Müller/Florian Ballas nur ein einziges Mal.

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus weiß natürlich, was er gerade an den beiden hat. "Eine überragende Vorstellung, auch schon über Wochen, mit sehr wenig Fehlern, hoher Bereitschaft", lobte er. Um gleichzeitig den Finger in die Wunde zu legen. Denn seit dem Ausfall von Sören Gonther müsste man beide eigentlich in Watte packen. "Wenn man die Bank anguckt, haben wir in der Defensive schon arge Probleme.

Das ist schon ein Vabanquespiel, was wir seit Wochen oder fast Monaten gehabt haben. Wenn drei Spiele vor Weihnachten hinten noch einer ausgefallen wäre, wären wir ins Schwimmen gekommen. Das wussten wir, waren auch geistig darauf vorbereitet, dass es so kommen kann und hätten dann vielleicht handeln können. So haben wir Woche für Woche ein bisschen auf der Rasierklinge tanzen müssen."

Um das im neuen Jahr zu vermeiden, soll in der Winterpause ein neuer Innenverteidiger geholt werden. Sportdirektor Ralf Minge hatte dafür bereits grünes Licht gegeben.


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