Ohne sechs! Dynamo verpatzt die Generalprobe gegen Wolfsburg

Pascal Testroet schoss sein erstes Tor in der Vorbereitung. Zum Sieg reichte es aber nicht.
Pascal Testroet schoss sein erstes Tor in der Vorbereitung. Zum Sieg reichte es aber nicht.  © Eric Münch

Dresden - Schlechte Generalprobe, guter Saisonstart!? Damit wird sich Dynamo am Sonntag Mut für den Auftakt in gut einer Woche gegen Aufsteiger MSV Duisburg machen. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus unterlag im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung Bundesligist VfL Wolfsburg im DDV-Stadion mit 3:4 (2:4).

Allerdings ist die Partie kaum ein Fingerzeig auf die Saison, denn bei den Schwarz-Gelben fehlten gleich sechs Stammspieler. Wolfsburg ist vier Wochen vor dem Bundesliga-Start noch lange nicht in Top-Form.

Dennoch reichte dem Team von Trainer Andries Joker eine intensive Viertelstunde, in der sie den Sieg einfuhren.

Nachdem Manuel Konrad (10. Minute) und Pascal Testroet die Hausherren vor 10.032 Zuschauern in Führung geschossen hatten, besorgten Kylen Hinds (20.), Mario Gomez (27.), Jakub Blazczykowski (28.) und Yunus Mali (33.) innerhalb von 13 Minuten das 4:2 aus ihrer Sicht. In der zweiten Hälfte gelang Philip Heise der 3:4-Anschlusstreffer (82.).

Marvin Stefaniak (li.) war mit in die alte Heimat gereist, spielen konnte er im Gegensatz zu Jannik Müller (re.) aber nicht.
Marvin Stefaniak (li.) war mit in die alte Heimat gereist, spielen konnte er im Gegensatz zu Jannik Müller (re.) aber nicht.  © Eric Münch

Mit Marco Hartmann, Niklas Hauptmann, Aias Aosman, Rico Benatelli und Florian Ballas fielen bereits fünf Stammkräfte vor dem Spiel aus. Beim Aufwärmen signalisierte dann auch noch Neuzugang Sören Gonther, dass er nicht auflaufen kann.

Dennoch führte Dynamo in der ersten Hälfte mit 2:0, auch weil Wolfsburg drei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal und vier Wochen vor dem Start in der Bundesliga anfangs alles andere als hochmotiviert schien.

Das nutzten die Schwarz-Gelben. Nach einer Ecke von Niklas Kreuzer traf Konrad per Direktabnahme, wenig später netzte Pascal Testroet das zweite Mal in der Vorbereitung ein. Das ließ der Bundesligist, der sich vergangenen Saison in der Relegation gegen Eintracht Braunschweig rettete, nicht auf sich sitzen.

Kurz lösten die „Wölfe“ die Handbremse, und so wurde im Handumdrehen aus dem 2:0 für Dynamo ein 2:4. Hinds, Gomez, Blazczykowski und Malli trafen. Der mit der Kapitänsbinde ausgestattete Lambertz konnte da nur noch verständnislos vorm eigenen Tor die Arme heben.

Andreas "Lumpi" Lambertz verstand nach dem 2:4 die Welt nicht mehr.
Andreas "Lumpi" Lambertz verstand nach dem 2:4 die Welt nicht mehr.  © Eric Münch

Einer, der das alles mit von außen ansah, war Marvin Stefaniak. Wie bereits in der Woche zu befürchten war, konnte der Mittelfeldspieler aufgrund einer Entzündung im Fuß nicht auflaufen.

Allerdings gab es vor der Partie ein freudiges Wiedersehen mit den ehemaligen Dynamo-Kollegen, mit denen er vor zwei Jahren in die zweite Liga aufgestiegen war und vergangene Saison einen tollen fünften Platz erspielte.

Trainer Uwe Neuhaus schickte ab der 60. Minute für Sascha Horvath Neuzugang Lucas Röser aufs Feld. Bei Wolfsburg gab es gleich einen fünffachen Wechsel, Mario Gomez blieb allerdings auf dem Feld.

Bei Dynamo kamen in der 66. Minute noch Fabian Müller für Niklas Kreuzer und Justin Löwe für Lambertz. Löw tritt dabei numerisch in die Fußstapfen von Stefaniak, denn er trägt nun die Nummer 34. Die hatte der Neu-Wolfsburger einige Jahre, bevor er zur Nummer 10 wechselte.

An Chancen und Toren war Halbzeit zwei mächtig arm, Wolfsburg wechselte komplett durch. In der 82. Minute schweißte Philip Heise noch einen direkten Freistoß durch die Mauer ins Tor, das 3:4. Wenige Augenblicke später hätte Testroet sogar noch den Ausgleich per Fallrückzieher erzielen können, doch seinen Ball hielt Max Grün.


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