Fußballspruch des Jahres: Cornflakes, Schwanzlänge und Spitze gegen Hoeneß

Nürnberg - Jedes Jahr wird wieder der Fußballspruch des Jahres gewählt. Aus diesen elf Sprüchen muss die Jury nun bis zur Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises am 25. Oktober die Top 4 aussuchen. Der Sieger wird dann vor Ort von den Besuchern ausgewählt. Es winken 5000 Euro für einen guten Zweck.

Uli Hoeneß ist zwar nicht selbst mit einem Spruch nominiert, der Tweet über seinen versemmelten Elfer im EM-Finale 1976 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hat allerdings Potenzial.
Uli Hoeneß ist zwar nicht selbst mit einem Spruch nominiert, der Tweet über seinen versemmelten Elfer im EM-Finale 1976 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hat allerdings Potenzial.  © DPA
  • Bibiana Steinhaus: "Die Zustimmungsrate für das was ich tue, ist berechenbar: Elf sind dafür, elf sind dagegen." (in einem Interview mit dem Frauenmagazin "Barbara")
  • Jürgen Klopp: "Ich hatte noch nie schon mit Anpfiff so viel Übergewicht im Mittelfeld." (als Trainer der "BVB-Allstars" beim Abschiedsspiel von Roman Weidenfeller)
  • Christian Spiller: "Luka Modrić wurde also wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Das war der letzte nötige Schritt, um endlich auch Weltfußballer zu werden." (und die Auszeichnung Modrić' mit dem Ballon d'Or folgte noch im selben Jahr)
  • Horst Hrubesch: "Alle fragen immer, was der Unterschied zwischen den Mädels und den Jungs ist: Es gibt keinen." (mit Blick auf seine Tätigkeiten als Nationaltrainer bei Frauen und Männern)
  • Thomas Delaney: "Es gibt ganz viele junge Spieler. Manchmal ist es wie Gassi gehen mit zehn Hunden." (über seine Aufgabe in der jungen Dortmunder Mannschaft)
  • Imke Wübbenhorst: "Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf." (die erste Trainerin einer Oberligamannschaft der Männer auf die Frage, ob sie eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit ihre Spieler schnell noch eine Hose anziehen könnten, bevor sie in die Kabine komme)
  • Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: "Der Meteorit, der während der Mondfinsternis auf dem Mond eingeschlagen ist, hat wohl die Größe eines Fußballs gehabt. Wir können allerdings noch nicht abschließend bestätigen, dass es sich um den Elfmeter von Uli Hoeneß aus Belgrad gehandelt hat." (besagten Elfer gibt's am Ende des Artikels im Video)

Fußballspruch des Jahres 2019

Jan Löhmannsröben (r) ging mit seinem Cornflakes-Spruch viral.
Jan Löhmannsröben (r) ging mit seinem Cornflakes-Spruch viral.
  • Leon Goretzka: "Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets. Da antwortet man auf die Frage nach der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum." (nach den rassistischen Äußerungen einiger Fans beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Serbien in Wolfsburg)
  • Martina Voss-Tecklenburg: "Die Fußballlehrerinnen sind für die Jobs im Männerbereich bereit. Die Männerwelt aber noch nicht."
  • Renato Steffen: "Das kann schon einen Schub geben. Aber ich kann ja jetzt nicht jede Woche ein Kind bekommen. Ich muss probieren, das irgendwie anders zu kompensieren." (nach seinem ersten Bundesliga-Tor, auf die Frage, ob die Geburt seines Sohnes seine Leistung beeinflusst habe)
  • Jan Löhmannsröben: "Wenn das ein Schiri ist – weiß ich nicht, Digger – soll der Cornflakes zählen gehen." (Der damalige Spieler des 1. FC Kaiserslautern beklagte sich über ein nicht gegebenes Foulspiel, in dessen Folge ein Elfmeter für den FSV Zwickau gepfiffen wurde und es so zum späten Ausgleich kam.)

Im vergangenen Jahr sorgte Thomas Hitzelsberger für den Fußballspruch des Jahres. Vor dem WM-Spiel der Deutschen gegen Schweden sagte er: "Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt."

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