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Darauf solltest Du beim Schuhkauf mit Kindern achten...

Kinderfüße wachsen sehr schnell. Die falsche Schuhgröße kann gesundheitliche Folgen haben. Hier gibt es wertvolle Tipps, damit die Kleinen Schritt für Schritt den richtigen Schuh tragen.
Mediziner Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und seine Stiftung raten zur richtigen Schuhgröße bei Kindern.
Mediziner Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und seine Stiftung raten zur richtigen Schuhgröße bei Kindern.

Dresden - Na wo drückt denn der Schuh? Kinderfüße wachsen sehr schnell. Die falsche Schuhgröße kann gesundheitliche Folgen haben. Hier gibt es wertvolle Tipps , damit die Kleinen Schritt für Schritt den richtigen Schuh tragen.

Mit kleinen Kinderfüßen kann im wahrsten Sinne viel schiefgehen – nämlich, wenn sie in Schuhen stecken, die nicht richtig passen. Das kann Ursache für Rückenprobleme im Erwachsenenalter sein. Der Mediziner Dietrich Grönemeyer weiß das – und hat deshalb die Aktion „Große Chancen für kleine Füße!“ ins Leben gerufen. Der Rückenexperte möchte so darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Kinderfüße exakt zu vermessen und passendes Schuhwerk zu kaufen.

Wer ist Dietrich Grönemeyer?

Gesundheit liegt ihm am Herzen: Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer – Bruder des bekannten Musikers Herbert Grönemeyer – setzt sich für eine neue Wahrnehmung von Medizin in der Gesellschaft ein. Eigentlich spezialisiert auf Radiologie und Mikrotherapie, eine eigens entwickelte minimalinvasive Schmerztherapie, setzt er sich für die fachübergreifende Behandlung ein.

Bei ihm kommen Hightech und Naturheilkunde gleichermaßen zum Einsatz, wenn es dem Wohle des Patienten dient. Zahlreiche Fachbücher und Bestseller hat der Mediziner aus dem Ruhrgebiet mittlerweile verfasst, darunter „Mein Rückenbuch“ oder „Dein Herz: Eine andere Organgeschichte“.

Doch auch abseits der Medizin ist der Arzt engagiert. Seit 2012 hat Dietrich Grönemeyer beim ZDF viermal jährlich an christlichen Feiertagen seine eigene Sendung. Unter dem Titel „Leben ist mehr!“ setzt er sich im Gespräch mit verschiedenen Persönlichkeiten und deren Schicksalen auseinander – ganz bewusst in ruhiger, besonnener Atmosphäre. Denn für ihn ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und Dinge zu reflektieren.

Gesundheit steht auch schon bei den Jüngsten im Fokus

Der richtige Kinderschuh: "Ein kleiner Schritt fürs Kind, ein großer für die Gesundheit"
Der richtige Kinderschuh: "Ein kleiner Schritt fürs Kind, ein großer für die Gesundheit"

Auch Kinder sind dem dreifachen Vater ein Anliegen: Schon bei den Kleinsten der Gesellschaft möchte er das Gesundheitsbewusstsein stärken. Das tut er unter anderem mit Ratgebern für Kindergesundheit, medizinischen Kinderbüchern und einem Musical.

Der Titelheld „Der kleine Medicus“ geht mit seinen Freunden unter anderem auf Abenteuer durch den gesamten Körper, das Mittelohr oder die Nase. Auch an Schulen hält er gesundheitsbezogene Vorträge im Rahmen von Kinderuniversitäten. Am 12. Mai 2009 schaffte er damit sogar einen Weltrekord, der ins Guinness-Buch kam: In der SAP-Arena in Mannheim war er Lehrer der „größten Schulklasse der Welt“.

Im Namen der Gesundheit hat Dietrich Grönemeyer 2007 die „Dietrich Grönemeyer Stiftung für Prävention und Gesundheitsförderung“ gegründet. Mehr Informationen über die Stiftung erhält man auf dieser Webseite. Mit seiner Stiftung möchte Grönemeyer die frühzeitige Erkennung und die Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten unterstützen sowie über schonende Therapieformen und aktive Gesundheitsförderung aufklären.

Aktion der Dietrich-Grönemeyer-Stiftung

Als Vorsitzender der Stiftung ist Grönemeyer auch Schirmherr der aktuellen Initiative „Große Chance für kleine Füße!“. In Kooperation mit der Kinderschuhmarke elefanten möchte Grönemeyer rund 3.000 Kinderfüße vermessen. Die Aktion findet im März und September dieses Jahres in insgesamt etwa 30 Städten in Kindertagesstätten und Filialen der Schuhkette Deichmann statt.

Am 10. März startete die Initiative in Hamburg. Sie soll nicht nur zeigen, wie viele Kinder passende Schuhe tragen und über die Risiken von falschem Schuhwerk aufklären, sondern auch die zukünftige Kinderschuhproduktion beeinflussen.

Denn obwohl 98 Prozent aller Menschen mit gesunden Füßen zur Welt kommen, leiden laut einer Studie zwischen 40 und 60 Prozent der Erwachsenen an Fußproblemen – oft ausgelöst durch falsches Schuhwerk in der Kindheit. Neben Fußdeformationen wie Senk-, Spreiz- oder Plattfuß können zu kleine oder zu große Schuhe auch zu anderen Leiden führen, wie Grönemeyer erklärt: „Durch falsches Schuhwerk im Kindesalter kann es später zu Hüft- und Rückenbeschwerden kommen.“

Der Rückenexperte verdeutlicht: „Die Wirbelsäulenkrümmung ist für die Stabilität des Rückens entscheidend und somit auch ein wichtiger Faktor bei Entstehung und Verlauf von Rückenerkrankungen im Allgemeinen. Eine Einschränkung der Fußbeweglichkeit durch zu kleine oder zu große Schuhe kann sich möglicherweise auf die gesamte Gliederkette über Beine und Rücken bis hin zum Kopf auswirken.“

Die Initiative „Große Chance für kleine Füße“ soll Eltern darüber informieren, wie wichtig passende Schuhe für Kinder sind und sie dazu ermuntern, die Kinderfüße regelmäßig messen zu lassen. „Das ist eine wichtige Grundlage dafür, dass die Füße der Kinder sich gesund entwickeln können“, sagt Grönemeyer.

Ulrich Effing, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Deichmann ergänzt: „Das Thema Fußgesundheit ist mit der Marke "elefanten" seit jeher fest verbunden. Die aktuelle Kinderfußmessaktion soll Eltern motivieren, sich schon früh um die Fußgesundheit ihrer Kinder zu kümmern. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir Professor Grönemeyer für diese Aktion von elefanten gewinnen konnten.“

Lange Tradition von Fußmessaktionen in Deutschland

Beim Kauf eines Kinderschuhs gilt es, das WMS-Gütesiegel zu beachten.
Beim Kauf eines Kinderschuhs gilt es, das WMS-Gütesiegel zu beachten.

Die Fußmessaktion ist nicht die erste ihrer Art: Bereits 1956 und 1959 startete "elefanten" eine solche Initiative. Damals wie heute war es das Ziel, die bestehenden Maßtabellen für Kinderschuhleisten anzupassen. Die gewonnenen Erkenntnisse machten deutlich, dass die bisher produzierten Schuhe nur für 15 Prozent der Kinderfüße passend waren.

Im Laufe der Jahrzehnte zeigte sich, dass sich Kinderfüße mit jeder Generation verändern: Zwischen den Siebziger- und Mitte der Neunzigerjahre sind die Füße beispielsweise im Schnitt länger geworden. Weitere zehn Jahre später waren die Füße durchschnittlich breiter. Das WMS-System wird demnach ständig neu angepasst.

„Aus den zahlreichen Studien ergibt sich, dass umfangreiche Messaktionen absolut sinnvoll sind“, so Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer. „Sie lieferten wertvolle Erkenntnisse über die Entwicklung der Kinderfüße.“ Um Eltern für die Teilnahme an der diesjährigen Messaktion zu motivieren, spendet "elefanten" für jedes gemessene Paar Füße einen Euro an die Dietrich-Grönemeyer-Stiftung für Prävention und Gesundheitsförderung.

Umfrage zeigt: Kinderschuhkauf wird auf die leichte Schulter genommen

Eine Umfrage zum Thema „Passende Kinderschuhe“ der Kinderschuhfirma "elefanten" hat im Vorfeld der gegenwärtigen Aktion gezeigt, dass viele Eltern ihre Kinder leichtfertig mit neuen Schuhen ausstatten. Nur rund die Hälfte der befragten Mütter nutzt zum Ermitteln der Schuhgröße ihres Kindes ein Fußmessgerät. 59 Prozent der Befragten wenden vor dem Kauf die „Daumenprobe“ an, um zu testen, ob der Schuh passt – eine unzuverlässige Methode.

Genauso wenig sollte man auf die Aussage des Kinds vertrauen: 56 Prozent der Mütter glauben zwar, dass ein Kind unter sechs Jahren beurteilen kann, ob ein Schuh passt, liegen damit aber falsch. Das einzig verlässliche Maßsystem zum Ermitteln der richtigen Schuhgröße ist das Vermessen von Kinderfüßen mit einem entsprechenden Gerät.

WMS-Gütesiegel des Deutschen Schuhinstituts

Solch ein Instrument ist das WMS-Fußmessgerät. WMS ist seit 1974 das Qualitätssiegel des Deutschen Schuhinstituts (DSI), das für hochwertige Kinderschuhe steht, die die natürliche Entwicklung der Kinderfüße unterstützen. Je nach Schuhmarke unterscheiden sich die Größen und Passformen zum Teil stark.

Um den individuellen Anforderungen des Kinderfußes gerecht zu werden, haben Kinderärzte, Orthopäden und Schuhhersteller dieses System gemeinsam entwickelt. Schuhe, die den WMS-Güteklassen entsprechen, sind von verschiedenen Herstellern erhältlich, unter anderem von "elefanten".

Die Buchstaben W, M und S stehen für die möglichen Weiten eines Schuhs: Weit, mittel und schmal. Wie der Anbieter für Kinderschuhe "elefanten" hier deutlich macht, wird bei der Vermessung nach WMS-Standards nicht nur auf die Länge des Fußes geachtet, sondern auch auf die Breite des Ballens. Weil die Knochen in Kinderfüßen sehr weich und biegsam sind, passen sie sich ohne Schmerzen zu kleinen und engen Schuhen an.

Wenn der Schuh zu weit ist, schiebt sich der Fuß mit jedem Schritt in die Schuhspitze und findet keinen Halt. Die exakte Vermessung und die Wahl des richtigen Schuhs sind also entscheidend, um dem Kind das Laufenlernen und späteres Spielen und Toben zu erleichtern.

Kinderfüße wachsen schnell: Regelmäßiges Messen ist wichtig

Nur wenn Kinderschuhe richtig passen, bleiben die Füße auch gesund.
Nur wenn Kinderschuhe richtig passen, bleiben die Füße auch gesund.

Das Deutsche Schuhinstitut empfiehlt, Kinderfüße regelmäßig ausmessen zu lassen, am besten mindestens alle drei Monate. Kleinkinder benötigen etwa alle vier Monate neue Schuhe, Schulkinder ungefähr alle sechs Monate. Laufanfänger tragen ihre ersten Schuhe meist sogar nur sechs bis acht Wochen.

Eltern sollten dabei unbedingt ein verlässliches Messgerät nutzen. Die WMS-Geräte stehen zum Beispiel in jeder Deichmann-Filiale oder auch anderen Schuhläden zur Verfügung und machen Ausmessen kinderleicht: Das Kind steht beim Messen mit Socken auf dem Gerät, um ausreichend Druck auf dem Fuß zu haben. Wenn die Kinderfüße unterschiedlich lang und breit sind, zählt in der Regel das größere Maß.

Beim Messen mit den WMS-Instrumenten wird eine kombinierte Schuhgröße aus Länge und Weite des Kinderfußes ermittelt. Zusätzlich berücksichtigt man eine Zugabe zum Wachsen und Abrollen der Füße: Auf die eigentliche Länge des Fußes werden zwölf bis 15 Millimeter, also etwa die Größe einer Eincentmünze, addiert. Sechs bis neun Millimeter für den Schubraum und bis zu sechs Millimeter für den Zuwachsraum. Als Schubraum wird der Platz bezeichnet, den die Zehen bei jedem Schritt brauchen, um nicht eingequetscht zu werden.

Der Zuwachsraum ist nötig, weil sich Kinderfüße sehr schnell verändern: Im zweiten und dritten Lebensjahr wachsen Kinderfüße jährlich um etwa zwei bis drei Schuhgrößen, im Kindergartenalter um zwei Größen und bei Schulkindern um ein bis zwei Größen pro Jahr. Erst im Alter von etwa 15 Jahren sind die Füße ausgewachsen.

Tipps für den Kinderschuhkauf

Wo drückt denn der Schuh? Mit der „Daumenprobe“ werden Eltern beim Schuhkauf wenig Erfolg haben: Kinder ziehen bei Druck auf die Schuhspitze reflexartig ihre Zehen zurück. Dadurch entsteht der falsche Eindruck, die Zehen hätten noch genug Platz im Schuh.

Beim Ermitteln der richtigen Schuhgröße nach WMS-Norm können Eltern immer die Hilfe des geschulten Fachpersonals in Anspruch nehmen. So finden sie einen passenden Schuh, der in Länge, Weite und Höhe an den Kinderfuß angepasst ist. Bei einer Laufprobe entscheidet schließlich das Kind, ob damit auch nichts schiefläuft.

Des Weiteren achten Eltern beim Kauf von Kinderschuhen auf diese Hinweise des Deutschen Schuhinstituts:

  • Eltern sollten nie ohne ihr Kind zum Schuhkaufen gehen. Ein WMS-Spezialist kann sofort den Fuß ausmessen und die Passform kontrollieren.
  • Kinder, die das Laufen gerade erst lernen, benötigen eine besonders flexible, biegsame Sohle. Zwischen Boden und Füßen sollte sich so wenig Material wie möglich befinden, damit das Kind lernt, den Fuß richtig abzurollen und die natürliche Bewegung nicht eingeschränkt wird.
  • Eine richtige, stabilere Sohle ist erst notwendig, wenn das Kind selbstständig laufen kann.
  • Lauflern-Schuhe werden am besten geschnürt. So können sie sich besser der individuellen Fußform anpassen. Wenn sie zudem etwas höher geschnitten sind, geben sie mehr Halt. Der Schuh sitzt besser am Fuß und kann nicht so leicht verloren werden.
  • Eine rutschfeste Sohle bietet Halt, auch bei nassem oder glattem Boden.
  • Damit Kinderfüße atmen können, bieten sich hautfreundliche, atmungsaktive und qualitativ hochwertige Materialien an.

Obwohl die große Auswahl bunter, schön designter Kinderschuhe den Schuhkauf mit dem Nachwuchs zu einem großen Vergnügen macht, ist es wichtig, fokussiert vorzugehen: Denn nur wenn die Schuhe richtig passen, bleiben Kinderfüße gesund. So haben kleine Füße – im Sinne der Dietrich-Grönemeyer-Stiftung – große Chancen!

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