Nach G20-Urteilen: Linksautonome wollen zum Haus des Richters ziehen

Buxtehude - Ein großes Polizeiaufgebot hat am Samstag in Buxtehude den Protest von etwa 20 Anhängern der linksautonomen Szene wegen der Verurteilungen von G20-Krawallmachern begleitet.

Der Protestmarsch stoppte 800 Meter vor dem Haus des Richters.
Der Protestmarsch stoppte 800 Meter vor dem Haus des Richters.  © HamburgNews/Christoph Seemann

Bei dem Marsch durch die Stadt im Landkreis Stade blieb es nach Angaben eines Polizeisprechers friedlich.

Die Demonstranten wollten zum Privathaus eines Amtsrichters ziehen, der nach den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 Gewalttäter verurteilt hat.

Die Stadt Buxtehude machte zur Auflage, dass der Protestmarsch 800 Meter vor dem Haus stoppen müsse.

Der Hamburger Richterverein nannte die Aktion einen Angriff auf den Rechtsstaat. Es gehe um "einen perfiden Versuch der Einschüchterung eines Kollegen und der Einflussnahme auf richterliche Entscheidungen".

Am Rande des Treffens führender Industrie- und Schwellenländer (G20) in Hamburg vor zwei Jahren war es mehrfach zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Die Polizei begleitete den Protestzug.
Die Polizei begleitete den Protestzug.  © Polizei Stade

Titelfoto: HamburgNews/Christoph Seemann

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