G20-Randale: Polizei verzeichnet Fahndungserfolge!

Polizeipressesprecher Timo Zill äußerte sich in Hamburg bei der Pressekonferenz Soko "Schwarzer Block" zur Fahndung nach mutmaßlichen G20-Gewalttätern.
Polizeipressesprecher Timo Zill äußerte sich in Hamburg bei der Pressekonferenz Soko "Schwarzer Block" zur Fahndung nach mutmaßlichen G20-Gewalttätern.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg - Bei der Öffentlichkeitsfahndung nach mehr als 100 mutmaßlichen G20-Randalierern hat die Hamburger Polizei bis zum Donnerstagabend knapp 200 Hinweise bekommen.

Neun der insgesamt 107 Gesuchten wurden identifiziert, wie die Polizei am Abend mitteilte. Ihre Bilder seien aus der öffentlichen Fahndung genommen worden.

Die Fotos der Tatverdächtigen hatten Polizei und Staatsanwaltschaft nach Genehmigung durch einen Richter am Montag auf die Internetseite der Hamburger Polizei gestellt. (TAG24 berichtete)

Am Mittwoch hatte Hamburgs Datenschutzbeauftragter Prof. Johannes Casper die Fahndungsmethode der Polizei kritisiert.

Als massenhaft einzusetzende Standardmaßnahme für die Strafverfolgung sei die Öffentlichkeitsfahndung gerade im Internetzeitalter nicht angemessen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich äußerte sich Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne). "Durch Facebook, Twitter, Instagram und Co wird eine Öffentlichkeitsfahndung zu jeder Tages- und Nachtzeit allgegenwärtig. Es gibt quasi kein Entrinnen", erklärte er auf seiner Facebookseite. Prinzipiell verteidigte er jedoch die Fahndungsmethode.


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