Gästehaus am Park: So soll das Kult-Gebäude nach der Sanierung aussehen!

49 Jahre nachdem das "Gästehaus des Ministerrats der DDR" als Hotel erbaut wurde, wird es zu einem Wohnkomplex umgestaltet.
49 Jahre nachdem das "Gästehaus des Ministerrats der DDR" als Hotel erbaut wurde, wird es zu einem Wohnkomplex umgestaltet.  © homuth+partner architekten

Leipzig - Endlich wird der letzte große Schandfleck im Leipziger Musikviertel beseitigt!

Dem ehemaligem "Gästehaus am Park", in dem Erich Honecker die Staatsgäste der DDR begrüßte, wird im kommenden Jahr neues Leben eingehaucht (TAG24 berichtete).

Aus dem heruntergekommenen, 1968 erbautem Hotel, soll ein Wohnhaus mit vielen Miet- und Eigentumswohnungen werden. Voraussichtlich im Sommer 2018 werden die Bauarbeiten beginnen.

Direkt gegenüber vom Clara-Zetkin-Park, also in Leipzigs bester Lage, sollen vor allem bezahlbare Dreizimmerwohnungen für den klassischen Normalverdiener entstehen.

Wie der zuständige Architekt Peter Homuth TAG24 sagte, sei es ihm wichtig, dass hier ganz normale Familien einziehen - und nicht nur Bankdirektoren.

"Bei der Lage darf man nicht erwarten, dass der Quadratmeter für 5 Euro zu haben ist", sagt Architekt Peter Homuth.
"Bei der Lage darf man nicht erwarten, dass der Quadratmeter für 5 Euro zu haben ist", sagt Architekt Peter Homuth.

Die 70 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen sollen modern ausgestattet werden und einen schönen Parkettboden bekommen.

Ein Quadratmeterpreis sei momentan schwer abzuschätzen. Homuth könnte sich vorstellen, dass er bei etwa zehn bis zwölf Euro liegen wird. Sozialwohnungen für fünf Euro kalt könne man bei der Lage nicht erwarten.

Die 49 Jahre alte alte Bausubstanz muss erhalten bleiben, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Hier und da wird es aber Veränderungen geben.

So entsteht auf dem Areal ein stylischer Neubau mit zwei abgerundeten und zwei spitzen Ecken. Er wird zwei Meter niedriger als der Altbau sein und ein schöner Kontrastpunkt zu diesem darstellen, so Homuth weiter.

Die Raumstruktur im Altbau wird sich verändern. Die alte Großküche darf entfernt werden, neue Treppen werden eingebaut. Auf dem Gelände ist ein zweiter Innenhof sowie eine Tiefgarage geplant. Die meisten der alten Bäume dürfen ihren Platz behalten.

Homuth betonte, wie gut die Zusammenarbeit mit der Stadt - allen voran mit Bau-Bürgermeisterin Dorothee Dubrau - gelaufen ist. Man habe sich bei der Planung des Bauvorhabens leicht auf Kompromisse einigen können, sagte er.

Ein Neubau mit zwei runden und zwei spitzen Ecken gliedert sich dem Areal an.
Ein Neubau mit zwei runden und zwei spitzen Ecken gliedert sich dem Areal an.  © homuth+partner architekten
Die Anlage von oben: Homuth freut sich über den charakteristischen "Footprint", die der Gebäudekomplex im Leipziger Stadtbild hinterlässt.
Die Anlage von oben: Homuth freut sich über den charakteristischen "Footprint", die der Gebäudekomplex im Leipziger Stadtbild hinterlässt.  © homuth+partner architekten

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