Warum liegt hier ein Panzer im Straßengraben?

Um keine anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden, fuhr der Panzerfahrer sein Gefährt in den Straßengraben.
Um keine anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden, fuhr der Panzerfahrer sein Gefährt in den Straßengraben.  © Matthias Strauß

Gardelegen - Ein ungewöhnlicher Anblick: Am Montagabend konnten Autofahrer auf der Bundesstraße 188 bei Gardelegen (Sachsen-Anhalt) einen Spähpanzer begutachten - und zwar im Straßengraben.

Der Panzerspähwagen vom Typ "Fennek" war zwischen Gardelegen und Stendal im Graben gelandet. Dies war allerdings weniger ein Versehen als mehr ein kluges Ausweichmanöver.

Wie ein Sprecher des Bundeswehrverbands erklärte, setzte ein technischer Defekt das Fahrzeug außer Gefecht. Der Fahrer wollte einen möglichen Zusammenstoß mit anderen Fahrzeugen verhindern. Also wählte er den Weg in den Straßengraben.

Kurios: Während der "Hinweg" kein Problem darstellte, schaffte es der Spähpanzer nicht von allein zurück auf die Straße. "Der Graben war einfach zu tief", so der Sprecher. Der Panzer ist von seiner Bauart her nicht für schwieriges Gelände geeignet.

Also mussten die anderen "Fenneks" ran. Ein anderes Fahrzeug zog das Aufklärungsgefährt aus dem Graben und zurück auf die Straße. Während der Aktion musste die B188 in beide Richtungen voll gesperrt werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Der Trupp konnte seine Fahrt anschließend fortsetzen.

Der Verband aus Spähpanzern und anderen Militärfahrzeugen war zum Gefechtszentrum-Altmark unterwegs. Dort hält er eine offizielle Übung mit einer Panzerbrigade aus Vorpommern ab.

Von allein kam der Panzer dort aber nicht wieder heraus.
Von allein kam der Panzer dort aber nicht wieder heraus.  © Matthias Strauß
Ein anderer Wagen des Trupps musste helfen und das Fahrzeug wieder aus dem Straßengraben ziehen.
Ein anderer Wagen des Trupps musste helfen und das Fahrzeug wieder aus dem Straßengraben ziehen.  © Matthias Strauß

Titelfoto: Matthias Strauß


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