44-Jähriger plant Gas-Explosion und nimmt Tod von zwei Polizisten in Kauf

Noch am Tag der Tat konnte die Polizei den 44-Jährigen festnehmen.
Noch am Tag der Tat konnte die Polizei den 44-Jährigen festnehmen.

Bielefeld - Wegen zweifachem versuchten Mordes muss sich ab November ein 44-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz vor dem Bielefelder Landgericht verantworten.

Laut der Anklage wollte der Mann am 24. April eine Gas-Explosion in einem Haus in der Eckendorfer Straße hervorrufen (TAG24 berichtete), um so seine eigenen Einbruchsspuren zu verwischen. Allerdings befanden sich zu dem Zeitpunkt zwei Polizisten in dem Haus.

Der Angeklagte soll in dem zum Abriss freigegebenen Haus geschlafen haben und zudem das komplette Gebäude ausgeplündert haben. So soll er unter anderem diverse Kupferrohre, Armaturen und Metallbauteile entfernt und zu Geld gemacht haben.

Schließlich zeigte der Hausbesitzer den Einbruch und Diebstahl an, weswegen Polizeibeamten das Haus durchsuchten. Dabei bemerkten sie den 44-Jährigen nicht und zogen ab, so die Neue Westfälische.

Daraufhin kratzte der Mann alle seine Eigentümer zusammen und versteckte diese unter dem Dach. Als die Kripobeamten anrückten, flüchtete er über das Dach und schlich sich in den Keller. Dort öffnete er dann alle Gashähne und floh vom Tatort.

Die Beamten rochen hingegen das Gas und alarmierten die Feuerwehr, die die Gashähne wieder schlossen. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung wurde der verdächtige Mann gefasst.

Laut der Anklage war der Mann sich völlig im Klaren darüber, welche Konsequenzen sein Handel haben könnte. Er habe durchaus gewusst, dass das Haus mit Strom versorgt werden würde und schon das Betätigen eines Lichtschalters zur Explosion hätte führen können.

Daher habe der Mann den Tod der Beamten in Kauf genommen.


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