Lokführer streiken auf unbestimmte Zeit

Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Montag einen Streik mit offenem Ende an.
Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kündigte am Montag einen Streik mit offenem Ende an.

Frankfurt/Main - Pfingsten wird zur unbequemen Reisezeit für Bahnfahrer. Erneut kündigt die GdL (Gewerkschaft der Lokführer) einen Streik an - und diesmal mit offenem Ende!

Wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte, wird der kommende Streik noch länger dauern als der vorangegangene, der den Bahnverkehr eine Woche lahmgelegt hatte.

"Wir sehen uns gezwungen, in die nächste Eskalationsstufe einzutreten", sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Die Bahn verurteilte den Streik "als Schikane für viele Millionen Menschen" und forderte erneut eine Gesamtschlichtung.

Es ist die mittlerweile neunte Streikwelle der Lokführergewerkschaft in dem Tarifkonflikt: Der Ausstand soll um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch im kompletten Personenverkehr beginnen. Bereits an diesem Dienstag um 15.00 Uhr legen die Lokführer im Güterverkehr die Arbeit nieder.

Das angeblich bereits feststehende Streikende will die Gewerkschaft anders als bei den vorhergehenden Streikrunden erst 48 Stunden vorher nennen. Ein unbefristeter Streik sei das daher nicht, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky.

Bei der Bahn wird inzwischen mit Hochdruck an einem Ersatzfahrplan für den Regional- und Fernverkehr gearbeitet. Er werde am Dienstag im Lauf des Tages abrufbar sei, teilte das Unternehmen mit.

Fotos (Montage): dpa/Julian Stratenschulte, dpa/Britta Pedersen


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0