GDL und Bahn einigen sich! Bahnstreik beendet

„Nach fast einem Jahr Tarifkonflikt konnte mit dem Druck im 9. Arbeitskampf der Gordische Knoten durchschlagen werden“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.
„Nach fast einem Jahr Tarifkonflikt konnte mit dem Druck im 9. Arbeitskampf der Gordische Knoten durchschlagen werden“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Berlin - Wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Bahn (DB) mitteilen, ist der Bahnstreik am Donnerstag um 19 Uhr beendet. Nach stundenlangen Verhandlungen haben sich GDL und Bahn auf die tariflichen Grundlagen für einen Flächentarifvertrag für das Zugpersonal geeinigt.

Die Streiks der GDL sollen um 19 Uhr beendet sein. Darauf haben sich die Deutsche Bahn und die GDL in der bis in die Morgenstunden dauernden Verhandlung in Berlin verständigt. Die GDL leitet dazu sofort das Streikende ein.

Zuvor hat die DB akzeptiert, dass die Tarifverträge anderer Gewerkschaften für die Annahme eines Schlichtungsspruches oder den Abschluss eines Tarifvertrags keine Rolle spielen.

Die GDL kann somit für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarifverträge verhandeln und abschließen. Lokrangierführer werden als Lokomotivführer exakt im GDL-Flächentarifvertrag eingruppiert.

„Nach fast einem Jahr Tarifkonflikt konnte mit dem Druck im 9. Arbeitskampf der Gordische Knoten durchschlagen werden“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Wir sind sehr erleichtert, unsere Kunden und Mitarbeiter können aufatmen. Schlichten statt streiken ist das Gebot der Stunde.Nun heißt es, Ruhe in die Betriebe zu bringen.“
DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Wir sind sehr erleichtert, unsere Kunden und Mitarbeiter können aufatmen. Schlichten statt streiken ist das Gebot der Stunde.Nun heißt es, Ruhe in die Betriebe zu bringen.“

Gesamtschlichtung ab 27.Mai

Die Bahn arbeitet nun mit Hochdruck daran, zum normalen Fahrplan zurückzukehren. In einer gesonderten Presseinformation will die DB bis heute Mittag informieren, wann eine Wiederaufnahme des Regelverkehrs möglich sein wird.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Wir sind sehr erleichtert, unsere Kunden und Mitarbeiter können aufatmen. Schlichten statt streiken ist das Gebot der Stunde.Nun heißt es, Ruhe in die Betriebe zu bringen.“

Beide Seiten verständigten sich darauf, jeweils einen Schlichter zu benennen. Für die DB wird das der frühere Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck (SPD), sein. Für die GDL der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE). Das Schlichtungsverfahren beginnt am 27. Mai und soll drei Wochen dauern.

Wegen des Lokführer-Streiks müssen Bahnreisende in Sachsen am Donnerstag trotzdem noch erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Im Fernverkehr fahren nur vereinzelt Züge und auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr ist nach Angaben der Bahn stark ausgedünnt.

Fotos: Imago


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