Gebt endlich Ruhe, Ihr Chaoten!

Hass auf den Rechtsstaat: Vermummte Linke griffen in Leipzig Polizisten mit Steinen an.
Hass auf den Rechtsstaat: Vermummte Linke griffen in Leipzig Polizisten mit Steinen an.

Von Torsten Hilscher

Dresden/Meißen - Asyl-Chaos! Warum kommt Sachsen nicht zur Ruhe? Pöbel-Demo in Niederau, blutige Randale in Leipzig, verletzte Flüchtlinge in Heidenau...

Sachsen und das Thema Asyl - der Freistaat kommt einfach nicht zur Ruhe.

Auch an diesem Wochenende gab es wieder Übergriffe: In Niederau bei Meißen pöbelten Passanten gegen Asylbusse.

In Heidenau schlugen Jugendliche Flüchtlinge. In Leipzig wüteten linke Chaoten. Und eine redselige Landtagsabgeordnete tauchte mal lieber schnell ab …

Wo 1989 friedliche Bürger das Demo-Recht erstritten, müssen 2015 Polizeifahrzeuge das Demo-Recht schützen: Augustusplatz Leipzig.
Wo 1989 friedliche Bürger das Demo-Recht erstritten, müssen 2015 Polizeifahrzeuge das Demo-Recht schützen: Augustusplatz Leipzig.

Schauplatz 1: der ehemalige Real-Markt in Niederau: Zwischen Freitagabend und frühem Samstag belagerte ein wütender Mob die neue Asylbewerberunterkunft. Erst bedrängte er Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks, später besudelten Randalierer zwei mit je 50 Asylbewerbern besetze Busse aus Passau. Das THW erstattete Anzeige.

Die Polizei nahm fast 50 Personalien der Störer auf. Bis Samstag kamen insgesamt 300 Asylbewerber an, darunter aus Chemnitz. Sonntagabend wurden noch bis zu drei weitere Busse erwartet, so die Polizei.

Am Samstag machte vor allem Leipzig Schlagzeilen: Dort bewarfen nachmittags Linksextreme die Teilnehmer einer Demo der erzkonservativen „Offensive für Deutschland“ mit Flaschen und Feuerwerkskörpern. Später flogen sogar Pflastersteine, auch gegen Polizisten. Mehr als ein Dutzend Beamte wurden verletzt.

Im Internet machte die Schlägerei in Heidenau schnell die Runde.
Im Internet machte die Schlägerei in Heidenau schnell die Runde.

Dann der Samstagabend: mal wieder Heidenau. Dort schlugen Russlanddeutsche vier Pakistaner zusammen. Die Täter flüchteten. Am Sonntagabend zogen etwa 60 - gemäßigte - Linke bei einer kurzfristig angemeldeten Demo durch Heidenau, so die Polizei. Bis zum frühen Abend gab es keine Zwischenfälle.

Abgetaucht ist hingegen die Meißner Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (40, CDU).

Nach ihren Internetaufrufen zu Protest gegen „zu viele“ Asylbewerberheime rundum, relativierte die Politikerin Ende der Woche. Auch CDU-Kollegen sprangen ihr bei, konstatierten einen „Hilferuf“.

Laut Tagesspiegel vom Wochenende verurteilte sie nun die Angriffe in Niederau, löschte diese Einträge später jedoch, hieß es. Auch Presseanfragen ließ die Politikerin gänzlich unbeantwortet.

Fotos: dpa, twitter


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