Gebühren-Hammer. Abwasser-Preise in Chemnitz steigen

Sprudelnde Geldquelle Klärwerk (F.): Mit höheren Abwassergebühren sollen Investitionen ins Kanalnetz finanziert werden.
Sprudelnde Geldquelle Klärwerk (F.): Mit höheren Abwassergebühren sollen Investitionen ins Kanalnetz finanziert werden.

Von Torsten Schilling

Chemnitz - Stadt dreht an der Gebührenschraube: Die Abwasserpreise in Chemnitz steigen um zehn Prozent. Das hat der Stadtrat beschlossen.

Der Chef des Mietervereins, Klaus Möstl (71), kritisiert das Vorgehen und hält die Höhe für zweifelhaft.
Hausbesitzer mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 100 Kubikmetern müssen 52 Euro mehr im Jahr berappen.

Die Kosten steigen von 375 Euro auf 427 Euro. Für eine Wohnung in einem Elfgeschosser werden 304 Euro fällig, 30 Euro mehr als bislang.

Der Grund für den Griff ins Portemonnaie der Chemnitzer befindet sich unter Tage. „Etwa 35 Prozent des insgesamt rund 1000 Kilometer langen Kanalnetzes sind über 100 Jahre alt und teils noch vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden“, so der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz ESC.

Der will daher in den kommenden Jahren für mehrere Hundert Millionen Euro Abwasserkanäle in Ordnung bringen.

„Ob die Anhebung in diesem Umfang wirklich gerechtfertigt ist, daran habe ich meine Zweifel“, sagt Klaus Möstl, Chef des Mietervereins und langjähriger SPD-Stadtrat.

Der Verein vertritt rund 4000 Mitglieder. Chemnitzer Mieter müssen ab Januar mehr zahlen, weil Betriebskosten umgelegt werden. „Die Nebenkosten steigen und steigen. Das ist nicht angenehm“, so Möstl.

Foto: Uwe Meinhold


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