Zwei Jahre danach: Berlin gedenkt Terroropfern am Breitscheidplatz

Berlin - In knapp einem Monat jährt sich der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt zum zweiten Mal. Im vergangen Jahr hielten Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (62) feierliche Reden. Nun soll es wieder eine Gedenkveranstaltung an der Gedächtniskirche geben.

Im letzten Jahr hielt unter anderem Angela Merkel eine Rede. (Bildmontag)
Im letzten Jahr hielt unter anderem Angela Merkel eine Rede. (Bildmontag)  © DPA

Die Planungen des Senats und des Schaustellerverbandes für den 19. Dezember seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte eine Senatssprecherin.

Voraussichtlich sollen Kränze an der Stelle des Anschlags zwischen Gedächtniskirche und Budapester Straße niedergelegt werden. Außerdem ist eine Gedenkminute für die Opfer des Terroranschlages am 19. Dezember 2016 geplant. Am Abend gibt es einen Gottesdienst, wie der Schaustellerverband Berlin bereits angekündigt hatte.

Wegen der weiterhin bestehenden Terrorgefahr wurden für alle Weihnachtsmärkte in Berlin von der Polizei, der Feuerwehr, dem Senat und den Veranstaltern Sicherheitskonzepte erstellt. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte schon betont, dass es auf dem Breitscheidplatz eine Kombination verschiedener Sperrsysteme gegen alle möglichen Anschlagsszenarien geben soll.

Die Zufahrten sollen mit Metallpollern, Gerüsten mit großen Sandsäcken oder Stahlsockeln mit Beton versperrt werden. Die Vorbereitungen beginnen an diesem Montag. Die meisten Weihnachtsmärkte öffnen am 26. November.

Mit einem Mahnmal wird der Opfer gedacht.
Mit einem Mahnmal wird der Opfer gedacht.  © DPA

Am 19. Dezember 2016 war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem geraubten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast. 12 Menschen wurden getötet und mehr als 70 verletzt.

Zum ersten Jahrestag im vergangenen Dezember hatte es mehrere große Gedenkveranstaltungen gegeben. Frank-Walter Steinmeier und Angela Merkel räumten damals Versäumnisse des Staates bei der Betreuung und Unterstützung der Angehörigen und Überlebenden ein. Opfer und Hinterbliebene wurden im Kanzleramt empfangen. Der Weihnachtsmarkt blieb geschlossen.

Ein Mahnmal - ein knapp 17 Meter langer, goldener Riss im Boden - wurde öffentlich vorgestellt. Hunderte Menschen legten Blumen auf den Boden und stellten Kerzen auf. Zwölf Minuten lang läutete eine Glocke der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0